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	<title>Alex Hannappel</title>
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	<description>Alex Hannappel - Innovationsberater für KMU</description>
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	<title>Alex Hannappel</title>
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		<title>Interview mit Zukunftsforscher Klaus Burmeister</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alex Hannappel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2020 12:46:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Innovation +]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland, deine Zukunft: Gesellschaft, Arbeit, Innovation im Mittelstand Klaus Burmeister ist einer der renommiertesten Zukunftsforscher in Deutschland. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen und Veränderungen, die durch neue Technologien und aktuell insbesondere als Folge der Digitalisierung entstehen. Ich habe mit ihm gesprochen. Entstanden ist daraus ein fundiertes Interview in...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://alexhannappel.com/interview-mit-zukunftsforscher-klaus-burmeister/">Interview mit Zukunftsforscher Klaus Burmeister</a> erschien zuerst auf <a href="https://alexhannappel.com">Alex Hannappel</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h1 class="wp-block-heading">Deutschland, deine Zukunft: Gesellschaft, Arbeit, Innovation im Mittelstand </h1>



<p class="wp-block-paragraph">Klaus Burmeister ist einer der renommiertesten Zukunftsforscher in Deutschland. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen und Veränderungen, die durch neue Technologien und aktuell insbesondere als Folge der Digitalisierung entstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mit ihm gesprochen. Entstanden ist daraus ein fundiertes Interview in 3 Teilen zu den folgenden Themen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil 1: Zukunftsszenarien für Deutschland – Die <em>Initiative D2030</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil 2: Deutschlands Arbeitswelt von morgen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil 3: Der deutsche Mittelstand im Schatten der Digitalisierung </p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-vertically-aligned-bottom"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="400" src="https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-400x400.jpeg" alt="" class="wp-image-1817" srcset="https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-400x400.jpeg 400w, https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-300x300.jpeg 300w, https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-150x150.jpeg 150w, https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-350x350.jpeg 350w, https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-500x500.jpeg 500w, https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-253x253.jpeg 253w, https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister.jpeg 960w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-text-align-left has-normal-font-size wp-block-paragraph">In der Vergangenheit hat Klaus Burmeister u.a. die Beratungsagentur <em>Z_punkt The Foresight Company</em> mitbegründet und war Mitherausgeber der Zeitschrift <em>Zukünfte</em>. Im Jahr 2014 gründete er das <em>foresightlab</em> in Berlin, seit 2016 war er Geschäftsführer der gemeinnützigen <em>Initiative D2030</em> und jetzt ist er Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins „<em>D2030</em>“.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>



<p class="has-large-font-size wp-block-paragraph"> </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 1: Zukunftsszenarien für Deutschland – Die <em>Initiative D2030</em></h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alex Hannappel: </strong>Herr Burmeister, was fasziniert Sie an der Zukunft?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klaus Burmeister:</strong> Mich fasziniert an der Zukunft, dass sie immer überraschend ist, dass sie uns im Grunde genommen einen Möglichkeitsraum eröffnet, dass wir mitgestalten können, was auf uns zukommt und immer wieder eine Projektionsfläche ist, für faszinierende Ideen und Möglichkeiten lebenswerter Zukünfte. Das ist eigentlich das, was für mich meine Profession bedeutet. Teilhabe an Veränderungen – und sie mit zu gestalten. Das ist eben nicht nur meine Profession, sondern mein Leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alex Hannappel: </strong>Sie sind Begründer und Geschäftsführer der <em>Initiative Deutschland 2030</em> (<em>D2030</em>). Können Sie kurz umreißen, worum es dabei geht und was Sie dazu bewogen hat, das Ganze ins Leben zu rufen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klaus Burmeister:</strong> Ja, sehr gerne. Im Grunde genommen ist es eine etwas längere Geschichte. Sie beginnt 2011. Damals haben wir eine Studie für den Bundesverband der Deutschen Industrie gemacht. Der Gegenstand waren Disruptionen, die tauchten damals auf. Die Frage war, inwieweit und durch welche Disruptionen unsere Wertschöpfung, unsere Wirtschaft, einzelne Unternehmen und Branchen verändert werden. Heraus kam eine auch heute noch interessante Studie, die <em>Deutschland 2030</em>  hieß. Was aber fehlte, das hat der Prozess mit vielen Beteiligten  gezeigt, war ein gemeinsames Bild und Verständnis davon, was zukünftig  auf Deutschland zukommt und es ausmachen soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee, diese eklatante Leerstelle auszufüllen, hat mich danach nicht mehr losgelassen. Ich dachte: Es ist doch schon verwunderlich, dass es keine Szenarien für Deutschland gibt. Was es gibt sind Studien, die sich mit einer Branche, einer Technologie oder Region beschäftigen. Meine Idee habe ich mit verschiedenen Kollegen und Freunden besprochen, die die Idee alle gut fanden. Daraus ist dann die <em>Initiative D2030</em> erwachsen. Es hat dann doch noch eine ganze Weile gedauert, genau bis 2016, bis wir auch Unternehmen und Organisationen gefunden haben, die uns dann dabei unterstützt haben, diesen Prozess möglich zu machen. Machen Sie mal einen potentiellen Geldgeber klar, wenn alle Ergebnisse Open Source veröffentlicht werden sollen. Aber es hat geklappt! </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>D2030</em> hat im Ergebnis etwas innovatives zustande gebracht, nämlich erstmals für Deutschland, in einem politisch und wirtschaftlich unabhängigen Prozess, Szenarien gemeinsam in einem partizipativen Ansatz zu entwickeln. In drei Beteiligungsrunden konnten Interessierte sich online an dem inhaltlich anspruchsvollen Prozess der Szenariobildung und -bewertung beteiligen. Zum Abschluss haben wir die Ergebnisse in einer Zukunftskonferenz in Berlin zur Diskussion gestellt. Alle Ergebnisse haben wir über die Webseite (Open Source) zugänglich gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herausgekommen sind acht Szenarien, die eine Landkarte für die Zukunft von Deutschland 2030 beschreiben. Sie stellen in ihrer vernetzten Herangehensweise eine gute Orientierung für Politik und Gesellschaft dar. Die Szenarien können helfen die Frage zu beantworten, in welche Richtung sich das Land entwickelt bzw. sich entwickeln sollte. In einer Online-Befragung erfolgte auch eine Bewertung der Szenarien im  Hinblick auf ihre Wünschbarkeit. Demnach decken die drei „Neue Horizonte-Szenarien“ den Wunschraum für Veränderung ab. Ein genauer  Blick auf diese Szenarien lohnt sich, gerade auch für den aktuellen  Zukunftsdiskurs (<a href="https://www.d2030.de/wp-content/uploads/2017/07/D2030_Szenarien-Booklet.pdf">https://www.d2030.de/wp-content/uploads/2017/07/D2030_Szenarien-Booklet.pdf</a>).</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Herausgekommen sind acht Szenarien, die eine Landkarte für die Zukunft von Deutschland 2030 beschreiben.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ganze haben wir als ein Angebot und eine Einladung für einen qualifizierten und konstruktiven Dialog über Zukunftsperspektiven verstanden. Wir nennen es inzwischen einen transformativen Zukunftsdiskurs. Alle Interessierten können die Szenarien für ihre jeweils eigene Praxis nutzen, was auch passiert ist. Wir haben darüber hinaus unsere Szenarien gezielt an Vertreter aus Politik und Wirtschaft versandt. Die Reaktionen sind jetzt nicht so großartig, wie wir uns das am Anfang erhofft haben. Aber es gab und gibt vielfältige Kontakte und Gespräche, ja, selbst bis zu Frau Kramp-Karrenbauer. Wir wurden wahrgenommen und ich bin sicher, dass unsere Szenarien nach wie vor eine fundierte Zukunftsanalyse für ein Land im Umbruch bieten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach haben wir die Szenarien auch noch methodisch und inhaltlich ausführlicher in dem Buch: &#8222;Deutschland neu denken – Acht Szenarien für unsere Zukunft&#8220; beschrieben und publiziert. Wenn man sich mit Zukunft beschäftigt, hört ja der Prozess mit der Fertigstellung der Szenarien nicht einfach auf. Aus der Initiative ist jetzt ein Verein geworden, der das Jahr 2020 zu einem Zukunftsjahr machen möchte. Starten möchten wir in der Mitte des Jahres.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wollen
von den „Neue Horizonte-Szenarien“ ausgehend, von 2020 auf 2030 schauen. Wir
wollen mit allen die Lust dazu haben, die Frage stellen und sie auch beantworten:
Was wäre notwendig, damit dieses Land zukunftsfester wird? Welche Ideen existieren
schon? Welche Konflikte sind zu erwarten? Was sind die Pfade in gewünschte
Zukünfte? Wer Interesse hat, daran mitzuwirken, der kann sich bei uns melden.

Wir möchten dazu gezielt Jugendliche, Unternehmen, Verbände, Vereine und
Städte ansprechen. Wir bieten die Szenarien und innovative, methodische Ansätze
für eine co-creative Entwicklung für Zukünfte. Die Auswahl der Themen bestimmen
die Personen und Gruppen natürlich selbst.



</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir möchten am Ende alle Ergebnisse bündeln und in einem großen Zukunftskongress diskutieren und gute Ideen auswählen und sie bestenfalls, dann auch weiter fördern und unterstützen. Dies möchten wir nicht allein, sondern mit vielen anderen Organisationen tun. Uns ist es wichtig, dabei zu helfen, einen Veränderungsprozess in Gang zu setzen, der die Menschen und Organisationen zu Mitgestaltern wünschenswerter Zukünfte macht und dabei auch neue Wege, experimentelle Wege zu gehen. Die Themen liegen auf der Hand, sie sind Teil der Szenarien, aber alle, die sich beteiligen wollen, entscheiden allein, welche Akzente ihnen wichtig sind.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Uns ist es wichtig, dabei zu helfen, einen Veränderungsprozess in Gang zu setzen, der die Menschen und Organisationen zu Mitgestaltern wünschenswerter Zukünfte macht und dabei auch neue Wege, experimentelle Wege zu gehen.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alex Hannappel:</strong> Ein zentraler Gründungsgedanke von <em>D2030</em> im Jahr 2016 dabei war, dass viele Menschen das Gefühl haben, Deutschland hangelt sich von Krise zu Krise und es wird wie im Nebel auf Sicht gefahren. Ich fand dieses Bild eigentlich ganz schön, als ich das auf der Webseite gelesen habe. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klaus
Burmeister:</strong> Ja genau.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alex Hannappel:</strong> Denken Sie, dass das heute immer noch zutrifft oder hat sich dieses Gefühl vielleicht sogar noch verstärkt? Und ist es nicht eigentlich Aufgabe der Politik, solche Zukunftsbilder, solche Zukunftsvisionen zu entwickeln?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klaus Burmeister:</strong> Das kann jeder anhand der Meldungen, die er in den letzten Monaten mitbekommen hat, sicher selbst beurteilen. Der politische Handlungsdruck, der auf diesem Land liegt, hat sich weiter verstärkt. Wir merken das in der verschärften politischen Auseinandersetzung im Zusammenhang der Landtagswahlen, deren Ergebnisse rechtspopulistischen Kräfte gestärkt haben, mit zum Teil deutlich rechtsradikalen Tendenzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die GroKo zeigt sich eingeschränkt politisch handlungsfähig: ihre Entscheidungen zum Klimapaket, zum Kohlausstieg oder in der Verkehrspolitik sind, vorsichtig ausgedrückt, wenig ambitioniert. Eine eklatante Zukunftsblindheit der politischen Parteien, wie wir finden, die zaghaft eher den Minimalkonsens suchen, und es fehlen Ideen und ein klarer Gestaltungswille.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Eine eklatante Zukunftsblindheit der politischen Parteien, wie wir finden, die zaghaft eher den Minimalkonsens suchen, und es fehlen Ideen und ein klarer Gestaltungswille.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">In
der deutschen Automobilindustrie zeigen sich inzwischen deutliche Krisenerscheinungen.
Es gibt Arbeitsplatzabbau und schlechte Absatzzahlen. Wir haben eine politisch beschlossene
Energiewende, die nicht nur beim Thema Wind eine Flaute erlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der
beschlossene Ausstieg aus der Kohle soll jetzt nach einem Jahr, ohne starkes
Signal für eine energie- und damit klimapolitische Wende, kommen.

Beim prominenten Klimathema zeigt sich die Bundesregierung zaghaft. Aber
wir haben auch eine neue soziale Bewegung, die quasi aus dem Nichts entstanden ist:
Fridays For Future. Überdeutlich machen die Jugendlichen die Zukunft zu ihrem
Thema und setzen Politik und Wirtschaft unter Rechtfertigungszwang, wie zuletzt
den Siemens Chef, Jo Kaeser.



</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben insgesamt &#8211; das war ja Ihre Frage &#8211; keine Entspannung, sondern eine weiter zugespitzte Situation, auch auf dem Arbeitsmarkt oder im Bereich der Bildung. Ökonomisch deuten sich rezessive Tendenzen an und die Politik verteidigt die schwarze Null. Wir befinden uns in einer gesellschaftlichen Umbruchphase, in der wir über vieles – von der Pendlerpauschaule über die Düngung der Böden und die Massentierhaltung, unser Müllverhalten oder der Frage, welche Produkte zukünftig unsere Wirtschaftsleistung erbringen sollen &#8211; grundsätzlich neu nachdenken müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir stehen vor Entscheidungen, die dieses Land zukunftsfester machen müssen. Aber ein offener Zukunftsdiskurs darüber findet nicht statt. <em>D2030</em> möchte das ändern. Es gibt keinen großen Masterplan für die Zukunft – kann es auch nicht geben. Aber es gibt Hinweise auf Handlungsbedarfe, ob das die mangelhaften digitalen Infrastrukturen sind, fehlende Übergänge in eine neue, intermodale, vernetzte und nachhaltige Mobilität oder eine klimaneutrale Energieversorgung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt auch Anzeichen der Hoffnung, die in eine richtige Richtung weisen, wenn man sie denn wahrnimmt. Die Entscheidung der EU, in die Batteriezellenförderung einzusteigen, in deren Folge auch BASF in Schwarzheide den Einstieg überlegt und andenkt für 500 Millionen ein Batteriezellenwerk aufzubauen, ist so ein Signal. Verbunden mit der geplanten Ansiedlung von Tesla in Brandenburg, würde sich die Chance für einen struktur- und industriepolitischen Paradigmenwechsel eröffnen. Brandenburg als Kernland für saubere Energie und Mobilität, wer hätte das gedacht? Also, es gibt bei aller berechtigten Kritik immer auch Hoffnungsschimmer, die brauchen wir auch. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Brandenburg als Kernland für saubere Energie und Mobilität, wer hätte das gedacht?</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und meine letzte Bemerkung zu Ihrer Frage, ob die Politik dafür verantwortlich ist. Hier bin ich zurückhaltend, ein einseitiges Politik-Bashing ist zu einfach. Die Republik ist insgesamt träge geworden. Politik hat Verantwortung, sie muss natürlich einen Rahmen setzen, sie muss Gestaltungsräume eröffnen. Politik allein kann die notwendigen Zukunftsentwürfe nicht liefern, aber sie sollte Beteiligungsprozesse ermöglichen: Bürger, Institutionen für eine lebhafte Demokratie gewinnen und sie einladen, an der Mitgestaltung der Zukunft, gerne auch experimentell, mitzuwirken. Das tut sie zu wenig.  Insofern brauchen wir eine aktive Zivilgesellschaft, die wie die Generationen Stiftung, die Scientists for Future oder AlgorithmWatch zeigen, es gibt Ideen, es gibt Handlungsbedarf und wir tun was.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 2: Deutschlands Arbeitswelt von morgen</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alex Hannappel:</strong> Sie beschäftigen sich auch intensiv mit den Auswirkungen disruptiver Technologien auf unsere Wirtschaft und auf die Gesellschaft. Welchen Einfluss, wird Ihrer Meinung nach, die fortschreitende Digitalisierung und vor allem das Thema Künstliche Intelligenz auf unsere Arbeitswelt hier in Deutschland haben?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klaus Burmeister:</strong> Das ist ein großes Thema. Ich fange mal damit an, dass wir in den nächsten Jahren nicht mit einem massenhaften Verlust von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung rechnen, so die Einschätzung aller wissenschaftlichen Analysen. Das ist jetzt bitte aber keine Entwarnung. Die Analysen deuten weiter darauf hin, dass wir bis 2030 einen Strukturwandel bei Berufen und Tätigkeiten erleben werden. So sollen rund 2,5 Millionen Arbeitsplätze wegfallen und ca. 2,7 Millionen neue entstehen. Allein wenn man sich das mal vergegenwärtigt, stellen sich eine ganze Reihe von grundsätzlichen Fragen, auf die wir uns vorbereiten und für die wir bald Entscheidungen treffen müssen: Was passiert mit den Menschen, die nicht mehr benötigt werden? Welche Tätigkeiten werden wegfallen? Welche neuen Arbeits- oder Tätigkeitsfelder werden benötigt? Wer bildet sie aus? Wie und wer bewältigt diesen Umbruch?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man muss sich klar darüber sein, dass dieser prognostizierte Wandel innerhalb von nur zehn Jahren stattfinden soll. Und wenn wir uns dann das Bildungssystem und den ganzen Bereich der Aus- und Weiterbildung mit dem dualen System anschauen, schleichen sich Zweifel ein, wie der Wandel gelingen kann. Das Bildungswesen war immer und ist struktur-konservativ.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Man muss sich klar darüber sein, dass dieser prognostizierte Wandel innerhalb von nur zehn Jahren stattfinden soll.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wir müssen Ansätze finden, wie wir schneller, auch unternehmens- und bildungsträgerübergreifend, ins Handeln kommen. Wie Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Städte, Gemeinden und Regionen dezentral zusammenarbeiten müssen, um angemessen zu reagieren. Sicher nicht mehr im Sinne von &#8222;Wir machen jetzt erstmal einen Lehrplan“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus- und Weiterbildung wird viel stärker situativ vor Ort, am Arbeitsplatz erfolgen. Wir werden entscheiden müssen, welche Qualifikationen noch traditionell vermittelt werden müssen. Wir brauchen den kontinuierlichen Austausch darüber, welche Fähigkeiten benötigt werden. <br> <br>Der Arbeitsmarkt erlebt also binnen kurzer Zeit erhebliche Strukturumbrüche. In den fortlaufenden Berichten des IAB, ZEW und BIBB, die auf modellgestützten Berechnungen zur Entwicklung der Arbeitswelt durch Digitalisierung basieren, wird herausgehoben, dass wir uns immer noch in einer frühen Phase der Digitalisierung befinden. Die umfängliche Integration in die Arbeits-und Automationsprozesse steht uns noch bevor. Das ist auch meine These. Und das wird dann nochmal den Handlungsruck erhöhen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und
dann möchte ich noch auf Ihren letzten Aspekt, die Rolle der Künstlichen
Intelligenz, eingehen. Es geht in dieser Phase der Automatisierung um die
Automatisierung von Wissen. Das ist sozusagen das Kennzeichen dieser neuen
Automatisierungswelle. Und das heißt eben auch, dass auch bisher
Hochqualifizierte betroffen sein werden, also auch Entwickler, Manager,
Ingenieure, aber auch Designer, Ärzte oder Rechtsanwälte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Und das heißt eben auch, dass auch bisher Hochqualifizierte betroffen sein werden, also auch Entwickler, Manager, Ingenieure, aber auch Designer, Ärzte oder Rechtsanwälte.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit unterstützen Maschinenlernen, Deep Learning und optimierte Algorithmen einerseits den vorhandenen Trend zur Automation und andererseits werden neue Fragen für die Ausgestaltung der Arbeitsbeziehungen zwischen Menschen und Algorithmen aufgeworfen. Es geht hierbei nicht allein um Fragen der Substitution von Tätigkeiten, sondern auch um die Entfaltung neuer Produktivitätspotentiale durch die Interaktion. Die damit verbunden neuen Fragestellungen stehen noch am Anfang. Mit welcher Perspektive auf eine Steigerung der Produktivität, durch die Interaktion von Mensch und Maschine, geantwortet werden kann, darüber wäre zu reden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was
wir brauchen, wäre sicher ein Entwurf für eine Arbeitswelt jenseits der klassischen
Arbeitsgesellschaft. Auch wäre eine vorausschauende Gesellschaftspolitik
notwendig, die den Menschen dauerhaft ein Auskommen und eine Tätigkeit
garantiert, auch wenn die Erwerbsarbeit – langfristig gesehen – weniger wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret könnte das heißen, wenn im Jahr 2030 der Rentenvertrag ausläuft, müsste ein neuer bereits eine Arbeitswelt im Umbruch mitdenken und Klauseln enthalten, die die bisherige Praxis sozialer Absicherung hinterfragt, überprüft und neue erprobt. Das ist ein großes und komplexes Thema, das für mich zu der wichtigsten Zukunftsaufgaben gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alex Hannappel:</strong> Viele Experten und Meinungsführer auf diesem Gebiet sprechen bereits von der Notwendigkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens oder wie auch immer man das nennen mag. Ich höre bei Ihnen raus, dass Sie so etwas auch befürworten würden oder man müsste darüber zumindest nachdenken?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klaus Burmeister:</strong> Meine Einschätzung habe ich dargelegt. Der Arbeitsmarkt befindet sich in einem Prozess tiefgreifender struktureller Veränderungen. Aber nicht nur die Arbeitswelt, auch die Wirtschaft und die Unternehmen und auch deren Organisation und Geschäftsmodelle unterliegen insgesamt der digitalen Transformation und deren Folgen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Der Arbeitsmarkt befindet sich in einem Prozess tiefgreifender struktureller Veränderungen.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn
es also so ist, dass die Quantität und Qualität von Arbeit sich erheblich verändert,
dann müssen wir auch Fragen über die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme
stellen, ein sehr erfolgreich groß gewordenes Kind der Nachkriegszeit. In
diesem Zusammenhang werden wir auch, ob das jetzt Bürgergeld oder
bedingungsloses Grundeinkommen heißt, Ideen und Konzepte offen diskutieren und erproben
müssen, die mit dem Wandel umgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es werden bereits Tarifverträge von der IG Metall oder der IG BCE abgeschlossen, die nicht mehr Lohn, sondern die das Recht auf Weiterqualifizierung beinhalten. Es wurde bereits über ein Chancenkonto diskutiert, was jeden Bürger mit einem Betrag x ausstattet – diskutiert wurde der Betrag von 20 000 Euro – damit er selbstverantwortlich die Gestaltung seines Weiterentwicklungsprofils in die Hand nimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir werden viele solcher Instrumente erproben müssen und schauen, was wirklich greift und welches für wen passt. Das bedingungslose Grundeinkommen steht sozusagen in diesem gesamten Repertoire von Möglichkeiten. Wie sich die soziale Marktwirtschaft schon zur öko-sozialen weiterentwickelt hat, werden wir uns ständig verändern und anpassen müssen, auch neue, konkurrierende Konzepte werden dazu kommen müssen.  Ganz zum Schluss dürfen wir natürlich nicht die Bewältigung des Klimawandels vergessen, also die nächste große Menschheitsfrage. Wie können wir Ökologie und die soziale Frage zu einem neuen tragfähigen Fundament verbinden?  </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Das bedingungslose Grundeinkommen steht sozusagen in diesem gesamten Repertoire von Möglichkeiten.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 3: Der deutsche Mittelstand im Schatten der Digitalisierung</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alex Hannappel:</strong> Der deutsche Mittelstand gilt als das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Vor welchen Herausforderungen sehen Sie den Mittelstand angesichts der Tatsache, dass mit der Digitalisierung immer schneller neue Technologien hervorgebracht werden und das vor allem von großen Konzernen aus den USA oder aus China beispielsweise.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klaus Burmeister:</strong> Ja, ich finde das eine sehr wichtige Frage, die hat mich schon seit Jahren beschäftigt, beispielsweise seit 2008. Damals haben wir in einem Forschungsprojekt des Forschungsministeriums die Bedeutung der Innovationsfähigkeit für KMU untersucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell
zeigen Analysen, wie in den jährlichen EFI-Gutachten (Expertenkommission
Forschung und Innovation) oder auch aktuell eine Studie der
Bertelsmann-Stiftung, die Innovations-Aktivitäten kleiner und mittlerer
Unternehmen sind seit zwei Jahrzehnten rückläufig. Die Zahl von
Produktinnovationen ist &#8211; das letzte was ich gelesen habe &#8211; von 2008 bis 2014
um rund 25 Prozent gesunken. Das sind klare Indizien, die darauf hinweisen,
dass der Mittelstand nicht mehr per se das innovative Rückgrat der deutschen
Wirtschaft ist. Es gibt immer noch viele positive Gegenbeispiele, aber
insgesamt weist der Trend in eine andere Richtung.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Das sind klare Indizien, die darauf hinweisen, dass der Mittelstand nicht mehr per se das innovative Rückgrat der deutschen Wirtschaft ist.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Das verdeutlicht
auch nochmal die These eines technologiegetriebenen Umbruchs. Mittelständler
sind fundamentaler Bestandteil unserer Industrienation. Sie sind stark von der
deutschen Kernbranche schlechthin, der Automobilindustrie, als Zulieferer
abhängig. Wie kann sich ein Zulieferer auf radikale Veränderungen in Richtung
Elektromobilität oder neuer schadstoffarmer Motoren vorbereiten? Man sieht, dass
sich bei Schaeffler, Continental oder Bosch einiges tut. Aber für
Mittelständler ist es schwieriger Entscheidungen zu treffen, die eine hohe
Komplexität und Risikofreude erfordern und viel Unsicherheit beinhalten. Wer
kann schon verlässlich abschätzen, in welche Richtung und mit welcher Dynamik
sich zukünftig die Mobilität entwickeln wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein
sich aktiv aus den erfolgreichen Routinen vergangener Jahre zu befreien, ist schon
eine Herkulesaufgabe. Letztlich brauchen wir wieder den risikobereiten und
sozial verantwortlichen Unternehmer, der bereit ist, innovativ Chancen zu ergreifen,
die sich aus den disruptiven Veränderungen im Mobilitätsbereich ergeben und dabei
auch neue Handlungsfelder in den Blick zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neue
Produktionstechniken werden beispielsweise immer marktnäher. Hier meine ich die
additiven Fertigungsverfahren, die neue Ansätze dezentraler und vernetzter Produktion
ermöglichen. Airbus hatte sich hier früh engagiert. Aber längst haben die
Fortschritte des 3D-Drucks auch die Chemie-, die Medizintechnik, die Bekleidungs-
und auch die Schuhindustrie erreicht, ermöglichen sie doch eine
maßgeschneiderte Kleinserienproduktion am Standort Deutschland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lange
Rede kurzer Sinn: Der innovative Mittelstand ist nach wie vor eine unverzichtbare
Stütze der Wirtschaft. Man sollte jedoch überlegen, wie man den mittelständischen
Unternehmer stärker motivieren kann, den Wandel aktiv mitzutragen und zu
gestalten. Da werden auch stärker als bisher die Verbände gefordert sein. Hier vermisse
ich, vom VDMA, Bitkom oder auch BDI, mehr direktes Engagement. Die Verbände müssten
im Grunde genommen zu Innovation Labs werden, die ihre Mitglieder zum Wandel
befähigen. Am Besten wäre es, sie würden die künftigen Nutzer gleich mit integrieren
und auch betroffene Städte und Regionen, die Neues erproben wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch
könnten Cross Innovation-Ansätze sinnvoll sein. Hierbei könnten kleine und
mittlere Unternehmen gemeinsam branchenübergreifend, zum Beispiel an der
Entwicklung von Roadmaps für ausgewählte Technologie- oder Bedarfsfelder,
zusammenarbeiten. Allein würde es sie überfordern. Aber gemeinsam in einem
strukturierten Prozess zu analysieren, was kommt in den nächsten drei, fünf
oder zehn Jahren auf uns zu: ökonomisch, technologisch, durch Kundenbedürfnisse
oder trendgetrieben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommt
tatsächlich das Zeitalter des Wasserstoffs oder von alternativen Treibstoffen
oder doch eher die Elektrofahrzeuge und eine vernetzte intermodale Mobilität
auf uns zu? Wie sind wir aufgestellt, welche Produkte werden benötigt und wie
sind die Marktchancen? Bei den konkreten Produktentwicklungsfragen würde man
entweder Produktpartnerschaften bilden können oder sich als Einzelunternehmen allein
mit neuen Produkten beschäftigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage ist doch die: wie kann man kleine und mittlere Unternehmen mitnehmen, nicht nur über das letztlich großindustriell geprägte Leitprojekt „Industrie 4.0“, sondern über Ansätze, die die Bedarfe und Notwendigkeiten kleiner Unternehmen direkt im Blick haben. Viele KMU werden sonst große Probleme haben, die Umbrüche zu meistern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir
brauchen unverzichtbar einen innovativen Mittelstand. Bei dem Thema komme ich auch
wieder auf die „Neuen Horizonte-Szenarien“ der <em>Initiative D2030</em> zurück. Die
Szenarien haben den Bedarf nach neuen Ansätzen für Innovation unterstrichen.
Wenn die Wirtschaftsförderungen vor Ort sich nicht mehr schwerpunktmäßig auf
Ansiedlungen konzentrieren würden, sondern den KMU dabei helfen, dass die
Standortbedingungen verbessert werden, könnte die Förderung von qualifizierten Arbeitskräften,
könnten die Nähe zu wissenschaftlichen Einrichtungen oder zu Angeboten einer
überregionalen Kooperationen mit anderen KMU und Hochschulen deren
Innovationskraft stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bekommen
wir eine Innovationskultur hin, die die Region als Ökosystem begreift, so dass es
aus der Kooperation der Akteure zur Co-creation neuer Produkte kommt oder zur
Entwicklung regionaler Lösungen auf dem Feld der Aus- und Weiterbildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugegeben,
ein weitreichendes Themenfeld, aber, da bin ich mir sicher, wir werden die drängenden
Herausforderungen nur bestehen, wenn wir Neues tun, es erproben und mit den
Prozessen lernen. Ja, das hat Appellcharakter, aber noch ist der notwendige
Ruck nicht zu spüren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann haben wir ja noch die Diskussion um die schwarze Null. Wir haben als Industriegesellschaft eine ganze Menge an infrastrukturellen Aufgaben, viele davon haben wir schleifen lassen. Das aktuelle beschlossene Investitionspaket für die Bahn ist eine Reaktion darauf. Der nach wie desaströse Zustand der digitalen Infrastruktur ist an dieser Stelle zu nennen, ein Zustand, der einem Land ohne Rohstoffe, verdammt zur Innovation, unwürdig ist. Wir müssen – und ich bin sicher wir werden – weiter über die schwarze Null diskutieren. Bei den Wirtschaftswissenschaften deutet sich immer stärker an, bis hin zum Institut der deutschen Wirtschaft, dass massive Investitionen in zukunftsfähige Infrastrukturen und das Bildungssystem als wichtige Grundvoraussetzung befürwortet werden.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Der nach wie desaströse Zustand der digitalen Infrastruktur ist an dieser Stelle zu nennen, ein Zustand, der einem Land ohne Rohstoffe, verdammt zur Innovation, unwürdig ist.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alex Hannappel: </strong>Der Mittelstand wird oft assoziiert mit bestimmten stärken und Tugenden, die er vermeintlich hat. Auf welche dieser Stärken sollten denn Mittelständler setzen, um da bestehen zu können, vor allem gegen große Konzerne. Gibt es Eigenschaften, die der Mittelstand für sich als Vorteil nutzen könnte?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klaus Burmeister:</strong> Ich würde erst mal sagen, ihre schlanke Struktur und größere Unabhängigkeit vom Kapitalmarkt. Da gibt es eben keinen den Anteilseignern verpflichteten Aufsichtsrat und kein Manager auf Zeit. Da entscheidet &#8211; und das hat den Mittelstand groß gemacht &#8211; die Unternehmerpersönlichkeit. Zur Stärke des Mittelstandes gehören schnelle Entscheidungen, die sehr tief in Spezialbereiche reingehen. Das müssen wir wieder fördern und ein Unternehmertum. Wir brauchen wieder den risiko-affinen Entrepreneur, den Unternehmenslenker, den Geschäftsführer im Mittelstand, der sieht, aha, da gibt es Chancen und die ergreife ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir
müssen davon lernen, wie es die Erfolgreichen tun, gerade auch die agile
Start-up-Szene, die Hoffnung macht. Das ist genau das, was wir jetzt brauchen. Dazu
braucht man Orientierung und auch eine Politik, die Räume für Neues öffnet und die
nötige langfristige Investitionssicherheit sichert. Und wir brauchen auch eine innovationsoffene
Gesellschaft und Kultur, die solches Tun honoriert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es
deutet sich aus meiner Sicht &#8211; vielleicht noch verhalten &#8211; ein solcher Wandel
an, auch aus strukturpolitischen Notwendigkeiten oder der Einsicht einer
Transformation der Wirtschaft in eine klimaneutrale Produktion und Distribution.
Die Stichworte lauten: Kohlekompromiss, abgehängte ländliche Regionen oder der
ambitionierte Green Deal der neuen Europäischen Kommission. </p>



<p class="wp-block-paragraph"> <strong><em>Alex Hannappel</em>:</strong> Das heißt man müsste auch als Mittelständler wieder mehr lernen strategischer, vorausschauender zu denken also nicht nur zu reagieren. Wenn man als Zulieferer in der Automobilindustrie unterwegs ist, dann reagiert man oft nur auf das, was der große OEM gerade möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Klaus Burmeister:</strong> Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Es reicht nicht mehr der Blick nur auf den nächsten Schritt, auf eine kleine Prozessinnovation. Wir brauchen ein Nachdenken im Voraus.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Es reicht nicht mehr der Blick nur auf den nächsten Schritt, auf eine kleine Prozessinnovation. Wir brauchen ein Nachdenken im Voraus.</p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder
kleine Mittelständler hat die Möglichkeit dazu. Er kann und sollte dazu seine Mitarbeiter
einbinden. Es könnte ganz einfach damit beginnen, dass man sich einmal im Jahr mit
einem ausgewählten Team von Mitarbeitern zusammensetzt, Fragen stellt und sie beantwortet.
Es könnte Fragen wie diese sein: Wie bewertet ihr unser Produkt? Wie steht
unser Produkt im Wettbewerb dar? Wer sind unsere Konkurrenten? Wie wird sich in
den nächsten 3 bis 5 Jahren der Markt verändern? Sind wir darauf vorbereitet? Brauchen
wir eine Produktinnovation?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ein Tages-Workshop, dazu braucht es im ersten Schritt noch keinen Berater. Am Ende wird resümiert. Wenn Innovationen erforderlich sein sollten, dann könnte folgende Fragen sinnvoll sein: Was erwarten die Kunden? Was könnten wir, beispielsweise als Maschinenbauer, einbringen, als jemand der Bleche biegen kann, der drehen kann? Was sind zukünftig die Qualifikationen? Brauchen wir mehr digitale Kompetenz? Können wir das alleine bewältigen? Können wir vielleicht mit den Unternehmen aus der Region zusammenarbeiten? Brauchen wir eine Uni als Innovationspartner?</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Zeit von Umbrüchen brauchen wir mehr vorausschauende, strategische und innovativen Zugänge. Das kann jeder Mittelständler mit eigenen Mitteln in Angriff nehmen, davon bin ich fest überzeugt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alex Hannappel:</strong> Herr Burmeister, das war ein wunderbarer Schlusssatz. Ich danke Ihnen vielmals für das Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://alexhannappel.com/interview-mit-zukunftsforscher-klaus-burmeister/">Interview mit Zukunftsforscher Klaus Burmeister</a> erschien zuerst auf <a href="https://alexhannappel.com">Alex Hannappel</a>.</p>
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		<item>
		<title>Olympiasiegerin Magdalena Neuner im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alex Hannappel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2019 09:53:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Von den Besten lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Magdalena Neuner]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was Unternehmer und Innovatoren von Spitzensportlern lernen können Intensiv habe ich darüber nachgedacht, mit welchem Artikel ich meinen neuen Blog über Innovation und Unternehmertum wohl starten soll. Hin- und hergerissen zwischen einer schier unendlichen Zahl an Webseiten, die zu erklären versuchen, was einen guten Blogartikel ausmacht. Das wichtigste ist die Überschrift lese ich, wähle vor...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://alexhannappel.com/was-unternehmer-und-innovatoren-von-spitzensportlern-lernen-koennen-olympiasiegerin-magdalena-neuner-im-interview/">Olympiasiegerin Magdalena Neuner im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://alexhannappel.com">Alex Hannappel</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h1 class="wp-block-heading">Was Unternehmer und Innovatoren von Spitzensportlern lernen können</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Intensiv habe ich darüber nachgedacht, mit welchem Artikel ich meinen neuen Blog über Innovation und Unternehmertum wohl starten soll. Hin- und hergerissen zwischen einer schier unendlichen Zahl an Webseiten, die zu erklären versuchen, was einen guten Blogartikel ausmacht. Das wichtigste ist die Überschrift lese ich, wähle vor dem Schreiben des Artikels die passenden Keywords für die Suchmaschine aus, etc.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wollte meinen Blog jedoch mit etwas ganz Besonderem
starten, ein echtes Highlight, etwas, dass echten Mehrwert liefert (neuen
Content in diesem Fall), etwas Exklusives – ganz im Sinne von etwas Neues zu
schaffen, statt etwas Vorhandenes nur aus einem anderen Blickwinkel
wiederzugeben. Und ich denke, das ist mir gelungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein erfolgreiches Unternehmen zu starten, aufzubauen und zu etwas Großem wachsen zu lassen, scheint häufig eine Frage der richtigen Idee, des passenden Zeitpunkts, der optimalen Voraussetzungen und der notwendigen Portion Glück zu sein. Oftmals wird dabei jedoch vergessen, dass dem eigentlichen Erfolg jahrelanges Training und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit vorausgehen. Die Augenzeugen des Erfolges sehen somit immer nur das Resultat jahrelanger harter Arbeit und Disziplin, das sich im gegenwärtigen Erfolg manifestiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Innovationskraft aus dem Leistungssport</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Grund können wir auch so viel von den Menschen
lernen, die bereits große Erfolge gefeiert haben. Nicht umsonst zählen
Biografien erfolgreicher und berühmter Persönlichkeiten zu den Bestsellern in
der Managementliteratur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit großer Begeisterung und voller Dankbarkeit darf ich Ihnen daher, liebe Blogleser, im Folgenden eine echte Erfolgspersönlichkeit präsentieren, die Einblicke in ihre Erfolgsgeheimnisse und ihre heutige unternehmerische Tätigkeit gibt:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doppel-Olympiasiegerin und 12-fache Weltmeisterin im Biathlon, Sportidol, mehrfach Sportlerin des Jahres, Marken-Testimonial, Botschafterin für soziale Einrichtungen, Unternehmerin und last but not least, erfolgreiche Familienmanagerin – Vorhang auf für eine der erfolgreichsten deutschen Sportlerinnen aller Zeiten: <strong>Magdalena Neuner!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe Magdalena in ihrem Heimatort Wallgau besucht und sie gefragt, was die wahren Beweggründe waren, ihre Sportkarriere mit Mitte zwanzig zu beenden, wie sie sich danach selbst neu erfunden hat und was Unternehmer und Innovatoren von Spitzensportlern lernen können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 1: Entscheidungen treffen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit 24 Jahren, auf dem Höhepunkt ihrer Sportkarriere, trifft Olympiasiegerin und Biathlon-Star Magdalena Neuner die Entscheidung, sich vom Leistungssport zurückzuziehen, um neue Wege einzuschlagen. Mir hat sie exklusiv verraten, was sie damals wirklich zu diesem drastischen Schritt bewogen hat, wie die Öffentlichkeit darauf reagierte und welche Schattenseiten ihre Bekanntheit mit sich brachte.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Teil 2: Sich selbst neu erfinden</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Magdalena spricht im zweiten Teil unseres Interviews darüber, wie sie sich selbst nach dem Rückzug vom Leistungssport neu erfunden hat. Sie gibt Einblicke in ihr heutiges Leben als Mutter von zwei kleinen Kindern, Markenbotschafterin und Unternehmerin. Wie sie das alles unter einen Hut bekommt und was sie besonders dabei reizt, auch unternehmerisch tätig zu sein.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Teil 3: Was Unternehmer und Innovatoren von Spitzensportlern lernen können</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unternehmer und Innovatoren können eine ganze Menge von Spitzensportlern lernen. Magdalena erläutert, wie wichtig es ist, sich große Ziele zu setzen, um erfolgreich zu sein und wie sie persönlich mit Rückschlägen auf dem Weg nach oben umgegangen ist.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Teil 4: Neue Technologien und Neues schaffen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neue Technologien können Chance oder Bedrohung zugleich sein. Magdalena erklärt im Video, wie sie diesen Aspekt sieht, und wo für sie persönlich die Grenze liegt. Außerdem habe ich mit ihr darüber gesprochen, was für sie Kreativität bedeutet und wo sie die besten Ideen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele von Ihnen kennen sicherlich die sog. &#8222;10.000-Stunden-Regel&#8220;, die immer mal wieder durch die Managementliteratur geistert. Ich habe Magdalena gefragt, was für den Erfolg wichtiger ist: Fleiß oder Talent? Denn sie muss es ja schließlich wissen&#8230;ihre Antwort im Video.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Teil 5: Markenbildung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor allem sehr erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich auch durch eine starke Marke aus. Ich habe Magdalena gefragt, ob sie während ihrer aktiven Zeit an einem bestimmten Markenbild von sich gearbeitet hat. Im Video erklärt sie, warum es sie vor allem zu Beginn ihrer Karriere gestört hat, dass die Medien ein ganz bestimmtes Bild von ihrer Person in der Öffentlichkeit geschaffen haben.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Teil 6: Zukunft gestalten</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im letzten, aber nicht weniger spannenden Teil meines Interviews mit Magdalena, geht es um ihre Sicht auf die Zukunft und wie weit sie diese im Voraus plant und aktiv gestaltet. Sie gibt Einblicke, wie sie den Spagat zwischen Tradition und dem Sich-Einlassen auf etwas völlig Neues schafft. Magdalena schildert, mit welchen Gefühlen sie als Mutter von zwei kleinen Kindern auf aktuelle technische und gesellschaftliche Entwicklungen blickt.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Mein persönlicher Dank an Magdalena Neuner</h2>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Stelle möchte ich Dir, liebe Magdalena, nochmal meinen ganz persönlichen Dank aussprechen. Dank für die investierte Zeit, ein sehr spontanes und offenes Interview mit neuen Einsichten in die Erfolgsgeheimnisse von Spitzensportlern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur selten habe ich im beruflichen Kontext einen so herzlichen, offenen und unkomplizierten Menschen kennengelernt. Ohne dich, wäre der Start meines Blogs mit Sicherheit weitaus weniger glanzvoll ausgefallen. Ich denke, das Ergebnis spricht für sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kürze folgen weitere Interviews mit spannenden Persönlichkeiten. Ich möchte Ihnen damit Einblicke schenken, in die Gedankenwelt von Menschen, die Herausragendes geleistet&nbsp;und Neues geschaffen&nbsp;haben, damit wir von den Besten lernen können.</p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://alexhannappel.com/was-unternehmer-und-innovatoren-von-spitzensportlern-lernen-koennen-olympiasiegerin-magdalena-neuner-im-interview/">Olympiasiegerin Magdalena Neuner im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://alexhannappel.com">Alex Hannappel</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Buzzword &#8222;Innovation&#8220;? Was wirklich dahinter steckt</title>
		<link>https://alexhannappel.com/wie-sie-ihre-mitarbeiter-zu-mehr-kreativitaet-und-ideen-anspornen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alex Hannappel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2019 13:11:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Innovationen schaffen]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://alexhannappel.com/?p=1572</guid>

					<description><![CDATA[<p>2.010.000.000 Suchergebnisse liefert Google für den Begriff „Innovation“ Innovation wurde bereits vor einigen Jahren zu einem der Top-10-Buzzwords der internationalen Wirtschaftswelt gewählt. Innovation ist mittlerweile überall: in Hochglanzbroschüren, Zeitungsanzeigen, Pressemitteilungen, in Aussagen von Politikern – kaum ein Unternehmen, auf dessen Webseite nicht stolz behauptet wird man sei innovativ. Doch bei genauerem Hinsehen wird das Bild...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://alexhannappel.com/wie-sie-ihre-mitarbeiter-zu-mehr-kreativitaet-und-ideen-anspornen/">Buzzword &#8222;Innovation&#8220;? Was wirklich dahinter steckt</a> erschien zuerst auf <a href="https://alexhannappel.com">Alex Hannappel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">2.010.000.000 Suchergebnisse liefert Google für den Begriff „Innovation“ </h2>



<p class="wp-block-paragraph">Innovation wurde bereits vor einigen Jahren zu einem der Top-10-Buzzwords der internationalen Wirtschaftswelt gewählt. Innovation ist mittlerweile überall: in Hochglanzbroschüren, Zeitungsanzeigen, Pressemitteilungen, in Aussagen von Politikern – kaum ein Unternehmen, auf dessen Webseite nicht stolz behauptet wird man sei innovativ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch
bei genauerem Hinsehen wird das Bild unscharf und verschwommen (Heisenberg
lässt grüßen ;-). Trotz oder gerade wegen der inflationären Verwendung des
Begriffs, versteht jeder ein bisschen was anderes darunter. Gibt es eine große Unsicherheit,
was denn gerade gemeint ist, wenn von einer Innovation die Rede ist: Ist es
eine bahnbrechende Technologie, eine kleine Änderung am Design, ein neuer
Herstellprozess, ein neues Produkt, eine Branchenneuheit oder gar eine
weltweite Revolution.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der
Kontext ist oft sehr unterschiedlich, denn Innovation ist komplex, interdisziplinär
und hat viele Facetten. Die Grenzen zwischen Definitionen in den einzelnen
Disziplinen sind fließend, je nachdem, ob ich mit einem Geschäftsführer, Techniker,
Naturwissenschaftler, Ingenieur, Designer oder einem Marketingexperten spreche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deutschland ist Exportweltmeister und zählt zu den innovativsten Ländern der Welt (ja, selbst ganze Länder können innovativ sein). Und doch, hat man als Geschäftsverantwortlicher manchmal das Gefühl nicht schnell genug zu sein, technologisch den Anschluss zu verpassen, nicht die besten Ideen für neue Produkte zu haben. Nicht selten fällt der Blick voller Ehrfurcht auf die Konkurrenz, die davonzueilen scheint.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wurde über &#8222;Innovation&#8220; nicht schon alles gesagt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vieles
über Innovation wurde bereits gesagt und geschrieben, in Managementbüchern,
Blogs, Zeitungsartikeln, Studien und auf Webseiten. Daher habe ich mich schon
länger mit der Frage beschäftigt, ob es überhaupt Sinn macht und der Welt einen
Mehrwert bringt, wenn ich nun auch noch einen Blog zum Thema Innovation starte.
Auch wenn die Entscheidung Zeit brauchte, um zu reifen, so fällt die Antwort
doch umso eindeutiger aus: JA!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gründe und die Motivation für den Blog? Es gibt viel Unklarheit darüber, was eine Innovation denn nun wirklich ist und was noch wichtiger ist, wie ich als Unternehmer oder Entscheider vorgehen muss, um mein Unternehmen auf Innovationskurs zu bringen. Denn nur so kann sich ein Unternehmen auf Dauer am Markt behaupten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In
meinem Blog will ich vermeiden, nur bereits Geschriebenes neu wiederzugeben,
sondern ich möchte meine ganze Erfahrung im Innovationsmanagement mit
einbringen. Und vor allem möchte ich erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeiten
in Interviews zu Wort kommen lassen, die „Neues“ geschaffen haben und uns einen
Einblick in ihre Erfolgsgeheimnisse geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich
möchte beispielsweise Antworten auf folgende Fragen geben:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Wie entstehen Ideen scheinbar aus dem Nichts? </li><li>Welche Rolle spielt unser Gehirn dabei? </li><li>Welche Rahmenbedingungen braucht es in Unternehmen, damit Neues entsteht? </li><li>Was muss das Neue haben, damit es einen echten Mehrwert bietet und Verbreitung findet? </li><li>Was braucht jemand, um wirklich etwas zu bewegen und etwas Neues entstehen zu lassen? </li><li>Welche Rolle spielen die Unternehmerpersönlichkeit, die zur Verfügung stehenden Ressourcen, der Zugang zu neuen Technologien? </li><li>Welche Vorteile bietet die Kooperation in Innovationsprojekten? </li><li>Wie lässt sich der Innovationsprozess pragmatisch im Unternehmen gestalten?</li></ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://alexhannappel.com/wie-sie-ihre-mitarbeiter-zu-mehr-kreativitaet-und-ideen-anspornen/">Buzzword &#8222;Innovation&#8220;? Was wirklich dahinter steckt</a> erschien zuerst auf <a href="https://alexhannappel.com">Alex Hannappel</a>.</p>
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