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	<title>Alex Hannappel</title>
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	<description>Alex Hannappel - Innovationsberater für KMU</description>
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	<title>Alex Hannappel</title>
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		<title>Interview mit Zukunftsforscher Klaus Burmeister</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alex Hannappel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Jan 2020 12:46:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation +]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deutschland, deine Zukunft: Gesellschaft, Arbeit, Innovation im Mittelstand Klaus Burmeister ist einer der renommiertesten Zukunftsforscher in Deutschland. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen und Veränderungen, die durch neue Technologien und aktuell insbesondere als Folge der Digitalisierung entstehen. Ich habe mit ihm gesprochen. Entstanden ist daraus ein fundiertes Interview in...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://alexhannappel.com/interview-mit-zukunftsforscher-klaus-burmeister/">Interview mit Zukunftsforscher Klaus Burmeister</a> erschien zuerst auf <a href="https://alexhannappel.com">Alex Hannappel</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h1 class="wp-block-heading">Deutschland, deine Zukunft: Gesellschaft, Arbeit, Innovation im Mittelstand </h1>



<p>Klaus Burmeister ist einer der renommiertesten Zukunftsforscher in Deutschland. Er besch&auml;ftigt sich seit vielen Jahren mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbr&uuml;chen und Ver&auml;nderungen, die durch neue Technologien und aktuell insbesondere als Folge der Digitalisierung entstehen.</p>



<p>Ich habe mit ihm gesprochen. Entstanden ist daraus ein fundiertes Interview in 3 Teilen zu den folgenden Themen:</p>



<p>Teil 1: Zukunftsszenarien f&uuml;r Deutschland &ndash; Die <em>Initiative D2030</em></p>



<p>Teil 2: Deutschlands Arbeitswelt von morgen</p>



<p>Teil 3: Der deutsche Mittelstand im Schatten der Digitalisierung </p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-vertically-aligned-bottom"><figure class="wp-block-media-text__media"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="400" height="400" src="https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-400x400.jpeg" alt="" class="wp-image-1817" srcset="https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-400x400.jpeg 400w, https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-300x300.jpeg 300w, https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-150x150.jpeg 150w, https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-350x350.jpeg 350w, https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-500x500.jpeg 500w, https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister-253x253.jpeg 253w, https://alexhannappel.com/wp-content/uploads/2020/01/Klaus_Burmeister.jpeg 960w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-text-align-left has-normal-font-size">In der Vergangenheit hat Klaus Burmeister u.a. die Beratungsagentur <em>Z_punkt The Foresight Company</em> mitbegr&uuml;ndet und war Mitherausgeber der Zeitschrift <em>Zuk&uuml;nfte</em>. Im Jahr 2014 gr&uuml;ndete er das <em>foresightlab</em> in Berlin, seit 2016 war er Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der gemeinn&uuml;tzigen <em>Initiative D2030</em> und jetzt ist er Vorsitzender des gemeinn&uuml;tzigen Vereins &bdquo;<em>D2030</em>&ldquo;.</p>
</div></div>



<p> </p>



<p class="has-large-font-size"> </p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 1: Zukunftsszenarien f&uuml;r Deutschland &ndash; Die <em>Initiative D2030</em></h2>



<p><strong>Alex Hannappel: </strong>Herr Burmeister, was fasziniert Sie an der Zukunft?</p>



<p><strong>Klaus Burmeister:</strong> Mich fasziniert an der Zukunft, dass sie immer &uuml;berraschend ist, dass sie uns im Grunde genommen einen M&ouml;glichkeitsraum er&ouml;ffnet, dass wir mitgestalten k&ouml;nnen, was auf uns zukommt und immer wieder eine Projektionsfl&auml;che ist, f&uuml;r faszinierende Ideen und M&ouml;glichkeiten lebenswerter Zuk&uuml;nfte. Das ist eigentlich das, was f&uuml;r mich meine Profession bedeutet. Teilhabe an Ver&auml;nderungen &ndash; und sie mit zu gestalten. Das ist eben nicht nur meine Profession, sondern mein Leben.</p>



<p><strong>Alex Hannappel: </strong>Sie sind Begr&uuml;nder und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der <em>Initiative Deutschland 2030</em> (<em>D2030</em>). K&ouml;nnen Sie kurz umrei&szlig;en, worum es dabei geht und was Sie dazu bewogen hat, das Ganze ins Leben zu rufen?</p>



<p><strong>Klaus Burmeister:</strong> Ja, sehr gerne. Im Grunde genommen ist es eine etwas l&auml;ngere Geschichte. Sie beginnt 2011. Damals haben wir eine Studie f&uuml;r den Bundesverband der Deutschen Industrie gemacht. Der Gegenstand waren Disruptionen, die tauchten damals auf. Die Frage war, inwieweit und durch welche Disruptionen unsere Wertsch&ouml;pfung, unsere Wirtschaft, einzelne Unternehmen und Branchen ver&auml;ndert werden. Heraus kam eine auch heute noch interessante Studie, die <em>Deutschland 2030</em>  hie&szlig;. Was aber fehlte, das hat der Prozess mit vielen Beteiligten  gezeigt, war ein gemeinsames Bild und Verst&auml;ndnis davon, was zuk&uuml;nftig  auf Deutschland zukommt und es ausmachen soll.</p>



<p>Die Idee, diese eklatante Leerstelle auszuf&uuml;llen, hat mich danach nicht mehr losgelassen. Ich dachte: Es ist doch schon verwunderlich, dass es keine Szenarien f&uuml;r Deutschland gibt. Was es gibt sind Studien, die sich mit einer Branche, einer Technologie oder Region besch&auml;ftigen. Meine Idee habe ich mit verschiedenen Kollegen und Freunden besprochen, die die Idee alle gut fanden. Daraus ist dann die <em>Initiative D2030</em> erwachsen. Es hat dann doch noch eine ganze Weile gedauert, genau bis 2016, bis wir auch Unternehmen und Organisationen gefunden haben, die uns dann dabei unterst&uuml;tzt haben, diesen Prozess m&ouml;glich zu machen. Machen Sie mal einen potentiellen Geldgeber klar, wenn alle Ergebnisse Open Source ver&ouml;ffentlicht werden sollen. Aber es hat geklappt! </p>



<p><em>D2030</em> hat im Ergebnis etwas innovatives zustande gebracht, n&auml;mlich erstmals f&uuml;r Deutschland, in einem politisch und wirtschaftlich unabh&auml;ngigen Prozess, Szenarien gemeinsam in einem partizipativen Ansatz zu entwickeln. In drei Beteiligungsrunden konnten Interessierte sich online an dem inhaltlich anspruchsvollen Prozess der Szenariobildung und -bewertung beteiligen. Zum Abschluss haben wir die Ergebnisse in einer Zukunftskonferenz in Berlin zur Diskussion gestellt. Alle Ergebnisse haben wir &uuml;ber die Webseite (Open Source) zug&auml;nglich gemacht.</p>



<p>Herausgekommen sind acht Szenarien, die eine Landkarte f&uuml;r die Zukunft von Deutschland 2030 beschreiben. Sie stellen in ihrer vernetzten Herangehensweise eine gute Orientierung f&uuml;r Politik und Gesellschaft dar. Die Szenarien k&ouml;nnen helfen die Frage zu beantworten, in welche Richtung sich das Land entwickelt bzw. sich entwickeln sollte. In einer Online-Befragung erfolgte auch eine Bewertung der Szenarien im  Hinblick auf ihre W&uuml;nschbarkeit. Demnach decken die drei &bdquo;Neue Horizonte-Szenarien&ldquo; den Wunschraum f&uuml;r Ver&auml;nderung ab. Ein genauer  Blick auf diese Szenarien lohnt sich, gerade auch f&uuml;r den aktuellen  Zukunftsdiskurs (<a href="https://www.d2030.de/wp-content/uploads/2017/07/D2030_Szenarien-Booklet.pdf">https://www.d2030.de/wp-content/uploads/2017/07/D2030_Szenarien-Booklet.pdf</a>).</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Herausgekommen sind acht Szenarien, die eine Landkarte f&uuml;r die Zukunft von Deutschland 2030 beschreiben.</p></blockquote>



<p>Das Ganze haben wir als ein Angebot und eine Einladung f&uuml;r einen qualifizierten und konstruktiven Dialog &uuml;ber Zukunftsperspektiven verstanden. Wir nennen es inzwischen einen transformativen Zukunftsdiskurs. Alle Interessierten k&ouml;nnen die Szenarien f&uuml;r ihre jeweils eigene Praxis nutzen, was auch passiert ist. Wir haben dar&uuml;ber hinaus unsere Szenarien gezielt an Vertreter aus Politik und Wirtschaft versandt. Die Reaktionen sind jetzt nicht so gro&szlig;artig, wie wir uns das am Anfang erhofft haben. Aber es gab und gibt vielf&auml;ltige Kontakte und Gespr&auml;che, ja, selbst bis zu Frau Kramp-Karrenbauer. Wir wurden wahrgenommen und ich bin sicher, dass unsere Szenarien nach wie vor eine fundierte Zukunftsanalyse f&uuml;r ein Land im Umbruch bieten. </p>



<p>Danach haben wir die Szenarien auch noch methodisch und inhaltlich ausf&uuml;hrlicher in dem Buch: &bdquo;Deutschland neu denken &ndash; Acht Szenarien f&uuml;r unsere Zukunft&ldquo; beschrieben und publiziert. Wenn man sich mit Zukunft besch&auml;ftigt, h&ouml;rt ja der Prozess mit der Fertigstellung der Szenarien nicht einfach auf. Aus der Initiative ist jetzt ein Verein geworden, der das Jahr 2020 zu einem Zukunftsjahr machen m&ouml;chte. Starten m&ouml;chten wir in der Mitte des Jahres.</p>



<p>Wir wollen
von den &bdquo;Neue Horizonte-Szenarien&ldquo; ausgehend, von 2020 auf 2030 schauen. Wir
wollen mit allen die Lust dazu haben, die Frage stellen und sie auch beantworten:
Was w&auml;re notwendig, damit dieses Land zukunftsfester wird? Welche Ideen existieren
schon? Welche Konflikte sind zu erwarten? Was sind die Pfade in gew&uuml;nschte
Zuk&uuml;nfte? Wer Interesse hat, daran mitzuwirken, der kann sich bei uns melden.

Wir m&ouml;chten dazu gezielt Jugendliche, Unternehmen, Verb&auml;nde, Vereine und
St&auml;dte ansprechen. Wir bieten die Szenarien und innovative, methodische Ans&auml;tze
f&uuml;r eine co-creative Entwicklung f&uuml;r Zuk&uuml;nfte. Die Auswahl der Themen bestimmen
die Personen und Gruppen nat&uuml;rlich selbst.



</p>



<p>Wir m&ouml;chten am Ende alle Ergebnisse b&uuml;ndeln und in einem gro&szlig;en Zukunftskongress diskutieren und gute Ideen ausw&auml;hlen und sie bestenfalls, dann auch weiter f&ouml;rdern und unterst&uuml;tzen. Dies m&ouml;chten wir nicht allein, sondern mit vielen anderen Organisationen tun. Uns ist es wichtig, dabei zu helfen, einen Ver&auml;nderungsprozess in Gang zu setzen, der die Menschen und Organisationen zu Mitgestaltern w&uuml;nschenswerter Zuk&uuml;nfte macht und dabei auch neue Wege, experimentelle Wege zu gehen. Die Themen liegen auf der Hand, sie sind Teil der Szenarien, aber alle, die sich beteiligen wollen, entscheiden allein, welche Akzente ihnen wichtig sind.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Uns ist es wichtig, dabei zu helfen, einen Ver&auml;nderungsprozess in Gang zu setzen, der die Menschen und Organisationen zu Mitgestaltern w&uuml;nschenswerter Zuk&uuml;nfte macht und dabei auch neue Wege, experimentelle Wege zu gehen.</p></blockquote>



<p><strong>Alex Hannappel:</strong> Ein zentraler Gr&uuml;ndungsgedanke von <em>D2030</em> im Jahr 2016 dabei war, dass viele Menschen das Gef&uuml;hl haben, Deutschland hangelt sich von Krise zu Krise und es wird wie im Nebel auf Sicht gefahren. Ich fand dieses Bild eigentlich ganz sch&ouml;n, als ich das auf der Webseite gelesen habe. </p>



<p><strong>Klaus
Burmeister:</strong> Ja genau.</p>



<p><strong>Alex Hannappel:</strong> Denken Sie, dass das heute immer noch zutrifft oder hat sich dieses Gef&uuml;hl vielleicht sogar noch verst&auml;rkt? Und ist es nicht eigentlich Aufgabe der Politik, solche Zukunftsbilder, solche Zukunftsvisionen zu entwickeln?</p>



<p><strong>Klaus Burmeister:</strong> Das kann jeder anhand der Meldungen, die er in den letzten Monaten mitbekommen hat, sicher selbst beurteilen. Der politische Handlungsdruck, der auf diesem Land liegt, hat sich weiter verst&auml;rkt. Wir merken das in der versch&auml;rften politischen Auseinandersetzung im Zusammenhang der Landtagswahlen, deren Ergebnisse rechtspopulistischen Kr&auml;fte gest&auml;rkt haben, mit zum Teil deutlich rechtsradikalen Tendenzen. </p>



<p>Die GroKo zeigt sich eingeschr&auml;nkt politisch handlungsf&auml;hig: ihre Entscheidungen zum Klimapaket, zum Kohlausstieg oder in der Verkehrspolitik sind, vorsichtig ausgedr&uuml;ckt, wenig ambitioniert. Eine eklatante Zukunftsblindheit der politischen Parteien, wie wir finden, die zaghaft eher den Minimalkonsens suchen, und es fehlen Ideen und ein klarer Gestaltungswille.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Eine eklatante Zukunftsblindheit der politischen Parteien, wie wir finden, die zaghaft eher den Minimalkonsens suchen, und es fehlen Ideen und ein klarer Gestaltungswille.</p></blockquote>



<p>In
der deutschen Automobilindustrie zeigen sich inzwischen deutliche Krisenerscheinungen.
Es gibt Arbeitsplatzabbau und schlechte Absatzzahlen. Wir haben eine politisch beschlossene
Energiewende, die nicht nur beim Thema Wind eine Flaute erlebt.</p>



<p>Der
beschlossene Ausstieg aus der Kohle soll jetzt nach einem Jahr, ohne starkes
Signal f&uuml;r eine energie- und damit klimapolitische Wende, kommen.

Beim prominenten Klimathema zeigt sich die Bundesregierung zaghaft. Aber
wir haben auch eine neue soziale Bewegung, die quasi aus dem Nichts entstanden ist:
Fridays For Future. &Uuml;berdeutlich machen die Jugendlichen die Zukunft zu ihrem
Thema und setzen Politik und Wirtschaft unter Rechtfertigungszwang, wie zuletzt
den Siemens Chef, Jo Kaeser.



</p>



<p>Wir haben insgesamt &ndash; das war ja Ihre Frage &ndash; keine Entspannung, sondern eine weiter zugespitzte Situation, auch auf dem Arbeitsmarkt oder im Bereich der Bildung. &Ouml;konomisch deuten sich rezessive Tendenzen an und die Politik verteidigt die schwarze Null. Wir befinden uns in einer gesellschaftlichen Umbruchphase, in der wir &uuml;ber vieles &ndash; von der Pendlerpauschaule &uuml;ber die D&uuml;ngung der B&ouml;den und die Massentierhaltung, unser M&uuml;llverhalten oder der Frage, welche Produkte zuk&uuml;nftig unsere Wirtschaftsleistung erbringen sollen &ndash; grunds&auml;tzlich neu nachdenken m&uuml;ssen.</p>



<p>Wir stehen vor Entscheidungen, die dieses Land zukunftsfester machen m&uuml;ssen. Aber ein offener Zukunftsdiskurs dar&uuml;ber findet nicht statt. <em>D2030</em> m&ouml;chte das &auml;ndern. Es gibt keinen gro&szlig;en Masterplan f&uuml;r die Zukunft &ndash; kann es auch nicht geben. Aber es gibt Hinweise auf Handlungsbedarfe, ob das die mangelhaften digitalen Infrastrukturen sind, fehlende &Uuml;berg&auml;nge in eine neue, intermodale, vernetzte und nachhaltige Mobilit&auml;t oder eine klimaneutrale Energieversorgung.</p>



<p>Es gibt auch Anzeichen der Hoffnung, die in eine richtige Richtung weisen, wenn man sie denn wahrnimmt. Die Entscheidung der EU, in die Batteriezellenf&ouml;rderung einzusteigen, in deren Folge auch BASF in Schwarzheide den Einstieg &uuml;berlegt und andenkt f&uuml;r 500 Millionen ein Batteriezellenwerk aufzubauen, ist so ein Signal. Verbunden mit der geplanten Ansiedlung von Tesla in Brandenburg, w&uuml;rde sich die Chance f&uuml;r einen struktur- und industriepolitischen Paradigmenwechsel er&ouml;ffnen. Brandenburg als Kernland f&uuml;r saubere Energie und Mobilit&auml;t, wer h&auml;tte das gedacht? Also, es gibt bei aller berechtigten Kritik immer auch Hoffnungsschimmer, die brauchen wir auch. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Brandenburg als Kernland f&uuml;r saubere Energie und Mobilit&auml;t, wer h&auml;tte das gedacht?</p></blockquote>



<p>Und meine letzte Bemerkung zu Ihrer Frage, ob die Politik daf&uuml;r verantwortlich ist. Hier bin ich zur&uuml;ckhaltend, ein einseitiges Politik-Bashing ist zu einfach. Die Republik ist insgesamt tr&auml;ge geworden. Politik hat Verantwortung, sie muss nat&uuml;rlich einen Rahmen setzen, sie muss Gestaltungsr&auml;ume er&ouml;ffnen. Politik allein kann die notwendigen Zukunftsentw&uuml;rfe nicht liefern, aber sie sollte Beteiligungsprozesse erm&ouml;glichen: B&uuml;rger, Institutionen f&uuml;r eine lebhafte Demokratie gewinnen und sie einladen, an der Mitgestaltung der Zukunft, gerne auch experimentell, mitzuwirken. Das tut sie zu wenig.  Insofern brauchen wir eine aktive Zivilgesellschaft, die wie die Generationen Stiftung, die Scientists for Future oder AlgorithmWatch zeigen, es gibt Ideen, es gibt Handlungsbedarf und wir tun was.</p>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 2: Deutschlands Arbeitswelt von morgen</h2>



<p><strong>Alex Hannappel:</strong> Sie besch&auml;ftigen sich auch intensiv mit den Auswirkungen disruptiver Technologien auf unsere Wirtschaft und auf die Gesellschaft. Welchen Einfluss, wird Ihrer Meinung nach, die fortschreitende Digitalisierung und vor allem das Thema K&uuml;nstliche Intelligenz auf unsere Arbeitswelt hier in Deutschland haben?</p>



<p><strong>Klaus Burmeister:</strong> Das ist ein gro&szlig;es Thema. Ich fange mal damit an, dass wir in den n&auml;chsten Jahren nicht mit einem massenhaften Verlust von Arbeitspl&auml;tzen durch Digitalisierung rechnen, so die Einsch&auml;tzung aller wissenschaftlichen Analysen. Das ist jetzt bitte aber keine Entwarnung. Die Analysen deuten weiter darauf hin, dass wir bis 2030 einen Strukturwandel bei Berufen und T&auml;tigkeiten erleben werden. So sollen rund 2,5 Millionen Arbeitspl&auml;tze wegfallen und ca. 2,7 Millionen neue entstehen. Allein wenn man sich das mal vergegenw&auml;rtigt, stellen sich eine ganze Reihe von grunds&auml;tzlichen Fragen, auf die wir uns vorbereiten und f&uuml;r die wir bald Entscheidungen treffen m&uuml;ssen: Was passiert mit den Menschen, die nicht mehr ben&ouml;tigt werden? Welche T&auml;tigkeiten werden wegfallen? Welche neuen Arbeits- oder T&auml;tigkeitsfelder werden ben&ouml;tigt? Wer bildet sie aus? Wie und wer bew&auml;ltigt diesen Umbruch?</p>



<p>Man muss sich klar dar&uuml;ber sein, dass dieser prognostizierte Wandel innerhalb von nur zehn Jahren stattfinden soll. Und wenn wir uns dann das Bildungssystem und den ganzen Bereich der Aus- und Weiterbildung mit dem dualen System anschauen, schleichen sich Zweifel ein, wie der Wandel gelingen kann. Das Bildungswesen war immer und ist struktur-konservativ.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Man muss sich klar dar&uuml;ber sein, dass dieser prognostizierte Wandel innerhalb von nur zehn Jahren stattfinden soll.</p></blockquote>



<p>Wir m&uuml;ssen Ans&auml;tze finden, wie wir schneller, auch unternehmens- und bildungstr&auml;ger&uuml;bergreifend, ins Handeln kommen. Wie Unternehmen, Bildungseinrichtungen, St&auml;dte, Gemeinden und Regionen dezentral zusammenarbeiten m&uuml;ssen, um angemessen zu reagieren. Sicher nicht mehr im Sinne von &bdquo;Wir machen jetzt erstmal einen Lehrplan&ldquo;.</p>



<p>Aus- und Weiterbildung wird viel st&auml;rker situativ vor Ort, am Arbeitsplatz erfolgen. Wir werden entscheiden m&uuml;ssen, welche Qualifikationen noch traditionell vermittelt werden m&uuml;ssen. Wir brauchen den kontinuierlichen Austausch dar&uuml;ber, welche F&auml;higkeiten ben&ouml;tigt werden. <br> <br>Der Arbeitsmarkt erlebt also binnen kurzer Zeit erhebliche Strukturumbr&uuml;che. In den fortlaufenden Berichten des IAB, ZEW und BIBB, die auf modellgest&uuml;tzten Berechnungen zur Entwicklung der Arbeitswelt durch Digitalisierung basieren, wird herausgehoben, dass wir uns immer noch in einer fr&uuml;hen Phase der Digitalisierung befinden. Die umf&auml;ngliche Integration in die Arbeits-und Automationsprozesse steht uns noch bevor. Das ist auch meine These. Und das wird dann nochmal den Handlungsruck erh&ouml;hen.</p>



<p>Und
dann m&ouml;chte ich noch auf Ihren letzten Aspekt, die Rolle der K&uuml;nstlichen
Intelligenz, eingehen. Es geht in dieser Phase der Automatisierung um die
Automatisierung von Wissen. Das ist sozusagen das Kennzeichen dieser neuen
Automatisierungswelle. Und das hei&szlig;t eben auch, dass auch bisher
Hochqualifizierte betroffen sein werden, also auch Entwickler, Manager,
Ingenieure, aber auch Designer, &Auml;rzte oder Rechtsanw&auml;lte.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Und das hei&szlig;t eben auch, dass auch bisher Hochqualifizierte betroffen sein werden, also auch Entwickler, Manager, Ingenieure, aber auch Designer, &Auml;rzte oder Rechtsanw&auml;lte.</p></blockquote>



<p>Derzeit unterst&uuml;tzen Maschinenlernen, Deep Learning und optimierte Algorithmen einerseits den vorhandenen Trend zur Automation und andererseits werden neue Fragen f&uuml;r die Ausgestaltung der Arbeitsbeziehungen zwischen Menschen und Algorithmen aufgeworfen. Es geht hierbei nicht allein um Fragen der Substitution von T&auml;tigkeiten, sondern auch um die Entfaltung neuer Produktivit&auml;tspotentiale durch die Interaktion. Die damit verbunden neuen Fragestellungen stehen noch am Anfang. Mit welcher Perspektive auf eine Steigerung der Produktivit&auml;t, durch die Interaktion von Mensch und Maschine, geantwortet werden kann, dar&uuml;ber w&auml;re zu reden.</p>



<p>Was
wir brauchen, w&auml;re sicher ein Entwurf f&uuml;r eine Arbeitswelt jenseits der klassischen
Arbeitsgesellschaft. Auch w&auml;re eine vorausschauende Gesellschaftspolitik
notwendig, die den Menschen dauerhaft ein Auskommen und eine T&auml;tigkeit
garantiert, auch wenn die Erwerbsarbeit &ndash; langfristig gesehen &ndash; weniger wird.</p>



<p>Konkret k&ouml;nnte das hei&szlig;en, wenn im Jahr 2030 der Rentenvertrag ausl&auml;uft, m&uuml;sste ein neuer bereits eine Arbeitswelt im Umbruch mitdenken und Klauseln enthalten, die die bisherige Praxis sozialer Absicherung hinterfragt, &uuml;berpr&uuml;ft und neue erprobt. Das ist ein gro&szlig;es und komplexes Thema, das f&uuml;r mich zu der wichtigsten Zukunftsaufgaben geh&ouml;rt.</p>



<p><strong>Alex Hannappel:</strong> Viele Experten und Meinungsf&uuml;hrer auf diesem Gebiet sprechen bereits von der Notwendigkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens oder wie auch immer man das nennen mag. Ich h&ouml;re bei Ihnen raus, dass Sie so etwas auch bef&uuml;rworten w&uuml;rden oder man m&uuml;sste dar&uuml;ber zumindest nachdenken?</p>



<p><strong>Klaus Burmeister:</strong> Meine Einsch&auml;tzung habe ich dargelegt. Der Arbeitsmarkt befindet sich in einem Prozess tiefgreifender struktureller Ver&auml;nderungen. Aber nicht nur die Arbeitswelt, auch die Wirtschaft und die Unternehmen und auch deren Organisation und Gesch&auml;ftsmodelle unterliegen insgesamt der digitalen Transformation und deren Folgen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Der Arbeitsmarkt befindet sich in einem Prozess tiefgreifender struktureller Ver&auml;nderungen.</p></blockquote>



<p>Wenn
es also so ist, dass die Quantit&auml;t und Qualit&auml;t von Arbeit sich erheblich ver&auml;ndert,
dann m&uuml;ssen wir auch Fragen &uuml;ber die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme
stellen, ein sehr erfolgreich gro&szlig; gewordenes Kind der Nachkriegszeit. In
diesem Zusammenhang werden wir auch, ob das jetzt B&uuml;rgergeld oder
bedingungsloses Grundeinkommen hei&szlig;t, Ideen und Konzepte offen diskutieren und erproben
m&uuml;ssen, die mit dem Wandel umgehen.</p>



<p>Es werden bereits Tarifvertr&auml;ge von der IG Metall oder der IG BCE abgeschlossen, die nicht mehr Lohn, sondern die das Recht auf Weiterqualifizierung beinhalten. Es wurde bereits &uuml;ber ein Chancenkonto diskutiert, was jeden B&uuml;rger mit einem Betrag x ausstattet &ndash; diskutiert wurde der Betrag von 20 000 Euro &ndash; damit er selbstverantwortlich die Gestaltung seines Weiterentwicklungsprofils in die Hand nimmt.</p>



<p>Wir werden viele solcher Instrumente erproben m&uuml;ssen und schauen, was wirklich greift und welches f&uuml;r wen passt. Das bedingungslose Grundeinkommen steht sozusagen in diesem gesamten Repertoire von M&ouml;glichkeiten. Wie sich die soziale Marktwirtschaft schon zur &ouml;ko-sozialen weiterentwickelt hat, werden wir uns st&auml;ndig ver&auml;ndern und anpassen m&uuml;ssen, auch neue, konkurrierende Konzepte werden dazu kommen m&uuml;ssen.  Ganz zum Schluss d&uuml;rfen wir nat&uuml;rlich nicht die Bew&auml;ltigung des Klimawandels vergessen, also die n&auml;chste gro&szlig;e Menschheitsfrage. Wie k&ouml;nnen wir &Ouml;kologie und die soziale Frage zu einem neuen tragf&auml;higen Fundament verbinden?  </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Das bedingungslose Grundeinkommen steht sozusagen in diesem gesamten Repertoire von M&ouml;glichkeiten.</p></blockquote>



<p></p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 3: Der deutsche Mittelstand im Schatten der Digitalisierung</h2>



<p><strong>Alex Hannappel:</strong> Der deutsche Mittelstand gilt als das R&uuml;ckgrat der deutschen Wirtschaft. Vor welchen Herausforderungen sehen Sie den Mittelstand angesichts der Tatsache, dass mit der Digitalisierung immer schneller neue Technologien hervorgebracht werden und das vor allem von gro&szlig;en Konzernen aus den USA oder aus China beispielsweise.</p>



<p><strong>Klaus Burmeister:</strong> Ja, ich finde das eine sehr wichtige Frage, die hat mich schon seit Jahren besch&auml;ftigt, beispielsweise seit 2008. Damals haben wir in einem Forschungsprojekt des Forschungsministeriums die Bedeutung der Innovationsf&auml;higkeit f&uuml;r KMU untersucht.</p>



<p>Aktuell
zeigen Analysen, wie in den j&auml;hrlichen EFI-Gutachten (Expertenkommission
Forschung und Innovation) oder auch aktuell eine Studie der
Bertelsmann-Stiftung, die Innovations-Aktivit&auml;ten kleiner und mittlerer
Unternehmen sind seit zwei Jahrzehnten r&uuml;ckl&auml;ufig. Die Zahl von
Produktinnovationen ist &ndash; das letzte was ich gelesen habe &ndash; von 2008 bis 2014
um rund 25 Prozent gesunken. Das sind klare Indizien, die darauf hinweisen,
dass der Mittelstand nicht mehr per se das innovative R&uuml;ckgrat der deutschen
Wirtschaft ist. Es gibt immer noch viele positive Gegenbeispiele, aber
insgesamt weist der Trend in eine andere Richtung.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Das sind klare Indizien, die darauf hinweisen, dass der Mittelstand nicht mehr per se das innovative R&uuml;ckgrat der deutschen Wirtschaft ist.</p></blockquote>



<p>Das verdeutlicht
auch nochmal die These eines technologiegetriebenen Umbruchs. Mittelst&auml;ndler
sind fundamentaler Bestandteil unserer Industrienation. Sie sind stark von der
deutschen Kernbranche schlechthin, der Automobilindustrie, als Zulieferer
abh&auml;ngig. Wie kann sich ein Zulieferer auf radikale Ver&auml;nderungen in Richtung
Elektromobilit&auml;t oder neuer schadstoffarmer Motoren vorbereiten? Man sieht, dass
sich bei Schaeffler, Continental oder Bosch einiges tut. Aber f&uuml;r
Mittelst&auml;ndler ist es schwieriger Entscheidungen zu treffen, die eine hohe
Komplexit&auml;t und Risikofreude erfordern und viel Unsicherheit beinhalten. Wer
kann schon verl&auml;sslich absch&auml;tzen, in welche Richtung und mit welcher Dynamik
sich zuk&uuml;nftig die Mobilit&auml;t entwickeln wird.</p>



<p>Allein
sich aktiv aus den erfolgreichen Routinen vergangener Jahre zu befreien, ist schon
eine Herkulesaufgabe. Letztlich brauchen wir wieder den risikobereiten und
sozial verantwortlichen Unternehmer, der bereit ist, innovativ Chancen zu ergreifen,
die sich aus den disruptiven Ver&auml;nderungen im Mobilit&auml;tsbereich ergeben und dabei
auch neue Handlungsfelder in den Blick zu nehmen.</p>



<p>Neue
Produktionstechniken werden beispielsweise immer marktn&auml;her. Hier meine ich die
additiven Fertigungsverfahren, die neue Ans&auml;tze dezentraler und vernetzter Produktion
erm&ouml;glichen. Airbus hatte sich hier fr&uuml;h engagiert. Aber l&auml;ngst haben die
Fortschritte des 3D-Drucks auch die Chemie-, die Medizintechnik, die Bekleidungs-
und auch die Schuhindustrie erreicht, erm&ouml;glichen sie doch eine
ma&szlig;geschneiderte Kleinserienproduktion am Standort Deutschland.</p>



<p>Lange
Rede kurzer Sinn: Der innovative Mittelstand ist nach wie vor eine unverzichtbare
St&uuml;tze der Wirtschaft. Man sollte jedoch &uuml;berlegen, wie man den mittelst&auml;ndischen
Unternehmer st&auml;rker motivieren kann, den Wandel aktiv mitzutragen und zu
gestalten. Da werden auch st&auml;rker als bisher die Verb&auml;nde gefordert sein. Hier vermisse
ich, vom VDMA, Bitkom oder auch BDI, mehr direktes Engagement. Die Verb&auml;nde m&uuml;ssten
im Grunde genommen zu Innovation Labs werden, die ihre Mitglieder zum Wandel
bef&auml;higen. Am Besten w&auml;re es, sie w&uuml;rden die k&uuml;nftigen Nutzer gleich mit integrieren
und auch betroffene St&auml;dte und Regionen, die Neues erproben wollen.</p>



<p>Auch
k&ouml;nnten Cross Innovation-Ans&auml;tze sinnvoll sein. Hierbei k&ouml;nnten kleine und
mittlere Unternehmen gemeinsam branchen&uuml;bergreifend, zum Beispiel an der
Entwicklung von Roadmaps f&uuml;r ausgew&auml;hlte Technologie- oder Bedarfsfelder,
zusammenarbeiten. Allein w&uuml;rde es sie &uuml;berfordern. Aber gemeinsam in einem
strukturierten Prozess zu analysieren, was kommt in den n&auml;chsten drei, f&uuml;nf
oder zehn Jahren auf uns zu: &ouml;konomisch, technologisch, durch Kundenbed&uuml;rfnisse
oder trendgetrieben. </p>



<p>Kommt
tats&auml;chlich das Zeitalter des Wasserstoffs oder von alternativen Treibstoffen
oder doch eher die Elektrofahrzeuge und eine vernetzte intermodale Mobilit&auml;t
auf uns zu? Wie sind wir aufgestellt, welche Produkte werden ben&ouml;tigt und wie
sind die Marktchancen? Bei den konkreten Produktentwicklungsfragen w&uuml;rde man
entweder Produktpartnerschaften bilden k&ouml;nnen oder sich als Einzelunternehmen allein
mit neuen Produkten besch&auml;ftigen.</p>



<p>Die Frage ist doch die: wie kann man kleine und mittlere Unternehmen mitnehmen, nicht nur &uuml;ber das letztlich gro&szlig;industriell gepr&auml;gte Leitprojekt &bdquo;Industrie 4.0&ldquo;, sondern &uuml;ber Ans&auml;tze, die die Bedarfe und Notwendigkeiten kleiner Unternehmen direkt im Blick haben. Viele KMU werden sonst gro&szlig;e Probleme haben, die Umbr&uuml;che zu meistern. </p>



<p>Wir
brauchen unverzichtbar einen innovativen Mittelstand. Bei dem Thema komme ich auch
wieder auf die &bdquo;Neuen Horizonte-Szenarien&ldquo; der <em>Initiative D2030</em> zur&uuml;ck. Die
Szenarien haben den Bedarf nach neuen Ans&auml;tzen f&uuml;r Innovation unterstrichen.
Wenn die Wirtschaftsf&ouml;rderungen vor Ort sich nicht mehr schwerpunktm&auml;&szlig;ig auf
Ansiedlungen konzentrieren w&uuml;rden, sondern den KMU dabei helfen, dass die
Standortbedingungen verbessert werden, k&ouml;nnte die F&ouml;rderung von qualifizierten Arbeitskr&auml;ften,
k&ouml;nnten die N&auml;he zu wissenschaftlichen Einrichtungen oder zu Angeboten einer
&uuml;berregionalen Kooperationen mit anderen KMU und Hochschulen deren
Innovationskraft st&auml;rken.</p>



<p>Wie bekommen
wir eine Innovationskultur hin, die die Region als &Ouml;kosystem begreift, so dass es
aus der Kooperation der Akteure zur Co-creation neuer Produkte kommt oder zur
Entwicklung regionaler L&ouml;sungen auf dem Feld der Aus- und Weiterbildung.</p>



<p>Zugegeben,
ein weitreichendes Themenfeld, aber, da bin ich mir sicher, wir werden die dr&auml;ngenden
Herausforderungen nur bestehen, wenn wir Neues tun, es erproben und mit den
Prozessen lernen. Ja, das hat Appellcharakter, aber noch ist der notwendige
Ruck nicht zu sp&uuml;ren. </p>



<p>Und dann haben wir ja noch die Diskussion um die schwarze Null. Wir haben als Industriegesellschaft eine ganze Menge an infrastrukturellen Aufgaben, viele davon haben wir schleifen lassen. Das aktuelle beschlossene Investitionspaket f&uuml;r die Bahn ist eine Reaktion darauf. Der nach wie desastr&ouml;se Zustand der digitalen Infrastruktur ist an dieser Stelle zu nennen, ein Zustand, der einem Land ohne Rohstoffe, verdammt zur Innovation, unw&uuml;rdig ist. Wir m&uuml;ssen &ndash; und ich bin sicher wir werden &ndash; weiter &uuml;ber die schwarze Null diskutieren. Bei den Wirtschaftswissenschaften deutet sich immer st&auml;rker an, bis hin zum Institut der deutschen Wirtschaft, dass massive Investitionen in zukunftsf&auml;hige Infrastrukturen und das Bildungssystem als wichtige Grundvoraussetzung bef&uuml;rwortet werden.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Der nach wie desastr&ouml;se Zustand der digitalen Infrastruktur ist an dieser Stelle zu nennen, ein Zustand, der einem Land ohne Rohstoffe, verdammt zur Innovation, unw&uuml;rdig ist.</p></blockquote>



<p><strong>Alex Hannappel: </strong>Der Mittelstand wird oft assoziiert mit bestimmten st&auml;rken und Tugenden, die er vermeintlich hat. Auf welche dieser St&auml;rken sollten denn Mittelst&auml;ndler setzen, um da bestehen zu k&ouml;nnen, vor allem gegen gro&szlig;e Konzerne. Gibt es Eigenschaften, die der Mittelstand f&uuml;r sich als Vorteil nutzen k&ouml;nnte?</p>



<p><strong>Klaus Burmeister:</strong> Ich w&uuml;rde erst mal sagen, ihre schlanke Struktur und gr&ouml;&szlig;ere Unabh&auml;ngigkeit vom Kapitalmarkt. Da gibt es eben keinen den Anteilseignern verpflichteten Aufsichtsrat und kein Manager auf Zeit. Da entscheidet &ndash; und das hat den Mittelstand gro&szlig; gemacht &ndash; die Unternehmerpers&ouml;nlichkeit. Zur St&auml;rke des Mittelstandes geh&ouml;ren schnelle Entscheidungen, die sehr tief in Spezialbereiche reingehen. Das m&uuml;ssen wir wieder f&ouml;rdern und ein Unternehmertum. Wir brauchen wieder den risiko-affinen Entrepreneur, den Unternehmenslenker, den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer im Mittelstand, der sieht, aha, da gibt es Chancen und die ergreife ich.</p>



<p>Wir
m&uuml;ssen davon lernen, wie es die Erfolgreichen tun, gerade auch die agile
Start-up-Szene, die Hoffnung macht. Das ist genau das, was wir jetzt brauchen. Dazu
braucht man Orientierung und auch eine Politik, die R&auml;ume f&uuml;r Neues &ouml;ffnet und die
n&ouml;tige langfristige Investitionssicherheit sichert. Und wir brauchen auch eine innovationsoffene
Gesellschaft und Kultur, die solches Tun honoriert.</p>



<p>Es
deutet sich aus meiner Sicht &ndash; vielleicht noch verhalten &ndash; ein solcher Wandel
an, auch aus strukturpolitischen Notwendigkeiten oder der Einsicht einer
Transformation der Wirtschaft in eine klimaneutrale Produktion und Distribution.
Die Stichworte lauten: Kohlekompromiss, abgeh&auml;ngte l&auml;ndliche Regionen oder der
ambitionierte Green Deal der neuen Europ&auml;ischen Kommission. </p>



<p> <strong><em>Alex Hannappel</em>:</strong> Das hei&szlig;t man m&uuml;sste auch als Mittelst&auml;ndler wieder mehr lernen strategischer, vorausschauender zu denken also nicht nur zu reagieren. Wenn man als Zulieferer in der Automobilindustrie unterwegs ist, dann reagiert man oft nur auf das, was der gro&szlig;e OEM gerade m&ouml;chte.</p>



<p><strong>Klaus Burmeister:</strong> Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Es reicht nicht mehr der Blick nur auf den n&auml;chsten Schritt, auf eine kleine Prozessinnovation. Wir brauchen ein Nachdenken im Voraus.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Es reicht nicht mehr der Blick nur auf den n&auml;chsten Schritt, auf eine kleine Prozessinnovation. Wir brauchen ein Nachdenken im Voraus.</p></blockquote>



<p>Jeder
kleine Mittelst&auml;ndler hat die M&ouml;glichkeit dazu. Er kann und sollte dazu seine Mitarbeiter
einbinden. Es k&ouml;nnte ganz einfach damit beginnen, dass man sich einmal im Jahr mit
einem ausgew&auml;hlten Team von Mitarbeitern zusammensetzt, Fragen stellt und sie beantwortet.
Es k&ouml;nnte Fragen wie diese sein: Wie bewertet ihr unser Produkt? Wie steht
unser Produkt im Wettbewerb dar? Wer sind unsere Konkurrenten? Wie wird sich in
den n&auml;chsten 3 bis 5 Jahren der Markt ver&auml;ndern? Sind wir darauf vorbereitet? Brauchen
wir eine Produktinnovation?</p>



<p>Das ist ein Tages-Workshop, dazu braucht es im ersten Schritt noch keinen Berater. Am Ende wird res&uuml;miert. Wenn Innovationen erforderlich sein sollten, dann k&ouml;nnte folgende Fragen sinnvoll sein: Was erwarten die Kunden? Was k&ouml;nnten wir, beispielsweise als Maschinenbauer, einbringen, als jemand der Bleche biegen kann, der drehen kann? Was sind zuk&uuml;nftig die Qualifikationen? Brauchen wir mehr digitale Kompetenz? K&ouml;nnen wir das alleine bew&auml;ltigen? K&ouml;nnen wir vielleicht mit den Unternehmen aus der Region zusammenarbeiten? Brauchen wir eine Uni als Innovationspartner?</p>



<p>In einer Zeit von Umbr&uuml;chen brauchen wir mehr vorausschauende, strategische und innovativen Zug&auml;nge. Das kann jeder Mittelst&auml;ndler mit eigenen Mitteln in Angriff nehmen, davon bin ich fest &uuml;berzeugt.</p>



<p><strong>Alex Hannappel:</strong> Herr Burmeister, das war ein wunderbarer Schlusssatz. Ich danke Ihnen vielmals f&uuml;r das Gespr&auml;ch.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://alexhannappel.com/interview-mit-zukunftsforscher-klaus-burmeister/">Interview mit Zukunftsforscher Klaus Burmeister</a> erschien zuerst auf <a href="https://alexhannappel.com">Alex Hannappel</a>.</p>
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		<item>
		<title>Olympiasiegerin Magdalena Neuner im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alex Hannappel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Nov 2019 09:53:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Von den Besten lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Magdalena Neuner]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was Unternehmer und Innovatoren von Spitzensportlern lernen können Intensiv habe ich darüber nachgedacht, mit welchem Artikel ich meinen neuen Blog über Innovation und Unternehmertum wohl starten soll. Hin- und hergerissen zwischen einer schier unendlichen Zahl an Webseiten, die zu erklären versuchen, was einen guten Blogartikel ausmacht. Das wichtigste ist die Überschrift lese ich, wähle vor...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://alexhannappel.com/was-unternehmer-und-innovatoren-von-spitzensportlern-lernen-koennen-olympiasiegerin-magdalena-neuner-im-interview/">Olympiasiegerin Magdalena Neuner im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://alexhannappel.com">Alex Hannappel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h1 class="wp-block-heading">Was Unternehmer und Innovatoren von Spitzensportlern lernen k&ouml;nnen</h1>



<p>Intensiv habe ich dar&uuml;ber nachgedacht, mit welchem Artikel ich meinen neuen Blog &uuml;ber Innovation und Unternehmertum wohl starten soll. Hin- und hergerissen zwischen einer schier unendlichen Zahl an Webseiten, die zu erkl&auml;ren versuchen, was einen guten Blogartikel ausmacht. Das wichtigste ist die &Uuml;berschrift lese ich, w&auml;hle vor dem Schreiben des Artikels die passenden Keywords f&uuml;r die Suchmaschine aus, etc.</p>



<p>Ich wollte meinen Blog jedoch mit etwas ganz Besonderem
starten, ein echtes Highlight, etwas, dass echten Mehrwert liefert (neuen
Content in diesem Fall), etwas Exklusives &ndash; ganz im Sinne von etwas Neues zu
schaffen, statt etwas Vorhandenes nur aus einem anderen Blickwinkel
wiederzugeben. Und ich denke, das ist mir gelungen.</p>



<p>Ein erfolgreiches Unternehmen zu starten, aufzubauen und zu etwas Gro&szlig;em wachsen zu lassen, scheint h&auml;ufig eine Frage der richtigen Idee, des passenden Zeitpunkts, der optimalen Voraussetzungen und der notwendigen Portion Gl&uuml;ck zu sein. Oftmals wird dabei jedoch vergessen, dass dem eigentlichen Erfolg jahrelanges Training und die Entwicklung der eigenen Pers&ouml;nlichkeit vorausgehen. Die Augenzeugen des Erfolges sehen somit immer nur das Resultat jahrelanger harter Arbeit und Disziplin, das sich im gegenw&auml;rtigen Erfolg manifestiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Innovationskraft aus dem Leistungssport</h2>



<p>Aus diesem Grund k&ouml;nnen wir auch so viel von den Menschen
lernen, die bereits gro&szlig;e Erfolge gefeiert haben. Nicht umsonst z&auml;hlen
Biografien erfolgreicher und ber&uuml;hmter Pers&ouml;nlichkeiten zu den Bestsellern in
der Managementliteratur.</p>



<p>Mit gro&szlig;er Begeisterung und voller Dankbarkeit darf ich Ihnen daher, liebe Blogleser, im Folgenden eine echte Erfolgspers&ouml;nlichkeit pr&auml;sentieren, die Einblicke in ihre Erfolgsgeheimnisse und ihre heutige unternehmerische T&auml;tigkeit gibt:</p>



<p>Doppel-Olympiasiegerin und 12-fache Weltmeisterin im Biathlon, Sportidol, mehrfach Sportlerin des Jahres, Marken-Testimonial, Botschafterin f&uuml;r soziale Einrichtungen, Unternehmerin und last but not least, erfolgreiche Familienmanagerin &ndash; Vorhang auf f&uuml;r eine der erfolgreichsten deutschen Sportlerinnen aller Zeiten: <strong>Magdalena Neuner!</strong></p>



<p>Ich habe Magdalena in ihrem Heimatort Wallgau besucht und sie gefragt, was die wahren Beweggr&uuml;nde waren, ihre Sportkarriere mit Mitte zwanzig zu beenden, wie sie sich danach selbst neu erfunden hat und was Unternehmer und Innovatoren von Spitzensportlern lernen k&ouml;nnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 1: Entscheidungen treffen</h2>



<p>Mit 24 Jahren, auf dem H&ouml;hepunkt ihrer Sportkarriere, trifft Olympiasiegerin und Biathlon-Star Magdalena Neuner die Entscheidung, sich vom Leistungssport zur&uuml;ckzuziehen, um neue Wege einzuschlagen. Mir hat sie exklusiv verraten, was sie damals wirklich zu diesem drastischen Schritt bewogen hat, wie die &Ouml;ffentlichkeit darauf reagierte und welche Schattenseiten ihre Bekanntheit mit sich brachte.</p>



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</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 2: Sich selbst neu erfinden</h2>



<p>Magdalena spricht im zweiten Teil unseres Interviews dar&uuml;ber, wie sie sich selbst nach dem R&uuml;ckzug vom Leistungssport neu erfunden hat. Sie gibt Einblicke in ihr heutiges Leben als Mutter von zwei kleinen Kindern, Markenbotschafterin und Unternehmerin. Wie sie das alles unter einen Hut bekommt und was sie besonders dabei reizt, auch unternehmerisch t&auml;tig zu sein.</p>



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</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 3: Was Unternehmer und Innovatoren von Spitzensportlern lernen k&ouml;nnen</h2>



<p>Unternehmer und Innovatoren k&ouml;nnen eine ganze Menge von Spitzensportlern lernen. Magdalena erl&auml;utert, wie wichtig es ist, sich gro&szlig;e Ziele zu setzen, um erfolgreich zu sein und wie sie pers&ouml;nlich mit R&uuml;ckschl&auml;gen auf dem Weg nach oben umgegangen ist.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 4: Neue Technologien und Neues schaffen</h2>



<p>Neue Technologien k&ouml;nnen Chance oder Bedrohung zugleich sein. Magdalena erkl&auml;rt im Video, wie sie diesen Aspekt sieht, und wo f&uuml;r sie pers&ouml;nlich die Grenze liegt. Au&szlig;erdem habe ich mit ihr dar&uuml;ber gesprochen, was f&uuml;r sie Kreativit&auml;t bedeutet und wo sie die besten Ideen hat.</p>



<p>Viele von Ihnen kennen sicherlich die sog. &bdquo;10.000-Stunden-Regel&ldquo;, die immer mal wieder durch die Managementliteratur geistert. Ich habe Magdalena gefragt, was f&uuml;r den Erfolg wichtiger ist: Flei&szlig; oder Talent? Denn sie muss es ja schlie&szlig;lich wissen&hellip;ihre Antwort im Video.</p>



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</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 5: Markenbildung</h2>



<p>Vor allem sehr erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich auch durch eine starke Marke aus. Ich habe Magdalena gefragt, ob sie w&auml;hrend ihrer aktiven Zeit an einem bestimmten Markenbild von sich gearbeitet hat. Im Video erkl&auml;rt sie, warum es sie vor allem zu Beginn ihrer Karriere gest&ouml;rt hat, dass die Medien ein ganz bestimmtes Bild von ihrer Person in der &Ouml;ffentlichkeit geschaffen haben.</p>



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</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Teil 6: Zukunft gestalten</h2>



<p>Im letzten, aber nicht weniger spannenden Teil meines Interviews mit Magdalena, geht es um ihre Sicht auf die Zukunft und wie weit sie diese im Voraus plant und aktiv gestaltet. Sie gibt Einblicke, wie sie den Spagat zwischen Tradition und dem Sich-Einlassen auf etwas v&ouml;llig Neues schafft. Magdalena schildert, mit welchen Gef&uuml;hlen sie als Mutter von zwei kleinen Kindern auf aktuelle technische und gesellschaftliche Entwicklungen blickt.</p>



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</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Mein pers&ouml;nlicher Dank an Magdalena Neuner</h2>



<p>An dieser Stelle m&ouml;chte ich Dir, liebe Magdalena, nochmal meinen ganz pers&ouml;nlichen Dank aussprechen. Dank f&uuml;r die investierte Zeit, ein sehr spontanes und offenes Interview mit neuen Einsichten in die Erfolgsgeheimnisse von Spitzensportlern.</p>



<p>Nur selten habe ich im beruflichen Kontext einen so herzlichen, offenen und unkomplizierten Menschen kennengelernt. Ohne dich, w&auml;re der Start meines Blogs mit Sicherheit weitaus weniger glanzvoll ausgefallen. Ich denke, das Ergebnis spricht f&uuml;r sich.</p>



<p>In K&uuml;rze folgen weitere Interviews mit spannenden Pers&ouml;nlichkeiten. Ich m&ouml;chte Ihnen damit Einblicke schenken, in die Gedankenwelt von Menschen, die Herausragendes geleistet&nbsp;und Neues geschaffen&nbsp;haben, damit wir von den Besten lernen k&ouml;nnen.</p>



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<p>Der Beitrag <a href="https://alexhannappel.com/was-unternehmer-und-innovatoren-von-spitzensportlern-lernen-koennen-olympiasiegerin-magdalena-neuner-im-interview/">Olympiasiegerin Magdalena Neuner im Interview</a> erschien zuerst auf <a href="https://alexhannappel.com">Alex Hannappel</a>.</p>
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		<title>Buzzword &#8222;Innovation&#8220;? Was wirklich dahinter steckt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alex Hannappel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Sep 2019 13:11:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Innovationen schaffen]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2.010.000.000 Suchergebnisse liefert Google für den Begriff „Innovation“ Innovation wurde bereits vor einigen Jahren zu einem der Top-10-Buzzwords der internationalen Wirtschaftswelt gewählt. Innovation ist mittlerweile überall: in Hochglanzbroschüren, Zeitungsanzeigen, Pressemitteilungen, in Aussagen von Politikern – kaum ein Unternehmen, auf dessen Webseite nicht stolz behauptet wird man sei innovativ. Doch bei genauerem Hinsehen wird das Bild...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://alexhannappel.com/wie-sie-ihre-mitarbeiter-zu-mehr-kreativitaet-und-ideen-anspornen/">Buzzword &#8222;Innovation&#8220;? Was wirklich dahinter steckt</a> erschien zuerst auf <a href="https://alexhannappel.com">Alex Hannappel</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">2.010.000.000 Suchergebnisse liefert Google f&uuml;r den Begriff &bdquo;Innovation&ldquo; </h2>



<p>Innovation wurde bereits vor einigen Jahren zu einem der Top-10-Buzzwords der internationalen Wirtschaftswelt gew&auml;hlt. Innovation ist mittlerweile &uuml;berall: in Hochglanzbrosch&uuml;ren, Zeitungsanzeigen, Pressemitteilungen, in Aussagen von Politikern &ndash; kaum ein Unternehmen, auf dessen Webseite nicht stolz behauptet wird man sei innovativ.</p>



<p>Doch
bei genauerem Hinsehen wird das Bild unscharf und verschwommen (Heisenberg
l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en ;-). Trotz oder gerade wegen der inflation&auml;ren Verwendung des
Begriffs, versteht jeder ein bisschen was anderes darunter. Gibt es eine gro&szlig;e Unsicherheit,
was denn gerade gemeint ist, wenn von einer Innovation die Rede ist: Ist es
eine bahnbrechende Technologie, eine kleine &Auml;nderung am Design, ein neuer
Herstellprozess, ein neues Produkt, eine Branchenneuheit oder gar eine
weltweite Revolution.</p>



<p>Der
Kontext ist oft sehr unterschiedlich, denn Innovation ist komplex, interdisziplin&auml;r
und hat viele Facetten. Die Grenzen zwischen Definitionen in den einzelnen
Disziplinen sind flie&szlig;end, je nachdem, ob ich mit einem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, Techniker,
Naturwissenschaftler, Ingenieur, Designer oder einem Marketingexperten spreche.</p>



<p>Deutschland ist Exportweltmeister und z&auml;hlt zu den innovativsten L&auml;ndern der Welt (ja, selbst ganze L&auml;nder k&ouml;nnen innovativ sein). Und doch, hat man als Gesch&auml;ftsverantwortlicher manchmal das Gef&uuml;hl nicht schnell genug zu sein, technologisch den Anschluss zu verpassen, nicht die besten Ideen f&uuml;r neue Produkte zu haben. Nicht selten f&auml;llt der Blick voller Ehrfurcht auf die Konkurrenz, die davonzueilen scheint.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wurde &uuml;ber &bdquo;Innovation&ldquo; nicht schon alles gesagt?</h2>



<p>Vieles
&uuml;ber Innovation wurde bereits gesagt und geschrieben, in Managementb&uuml;chern,
Blogs, Zeitungsartikeln, Studien und auf Webseiten. Daher habe ich mich schon
l&auml;nger mit der Frage besch&auml;ftigt, ob es &uuml;berhaupt Sinn macht und der Welt einen
Mehrwert bringt, wenn ich nun auch noch einen Blog zum Thema Innovation starte.
Auch wenn die Entscheidung Zeit brauchte, um zu reifen, so f&auml;llt die Antwort
doch umso eindeutiger aus: JA!</p>



<p>Die Gr&uuml;nde und die Motivation f&uuml;r den Blog? Es gibt viel Unklarheit dar&uuml;ber, was eine Innovation denn nun wirklich ist und was noch wichtiger ist, wie ich als Unternehmer oder Entscheider vorgehen muss, um mein Unternehmen auf Innovationskurs zu bringen. Denn nur so kann sich ein Unternehmen auf Dauer am Markt behaupten.</p>



<p>In
meinem Blog will ich vermeiden, nur bereits Geschriebenes neu wiederzugeben,
sondern ich m&ouml;chte meine ganze Erfahrung im Innovationsmanagement mit
einbringen. Und vor allem m&ouml;chte ich erfolgreiche Unternehmerpers&ouml;nlichkeiten
in Interviews zu Wort kommen lassen, die &bdquo;Neues&ldquo; geschaffen haben und uns einen
Einblick in ihre Erfolgsgeheimnisse geben.</p>



<p>Ich
m&ouml;chte beispielsweise Antworten auf folgende Fragen geben:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Wie entstehen Ideen scheinbar aus dem Nichts? </li><li>Welche Rolle spielt unser Gehirn dabei? </li><li>Welche Rahmenbedingungen braucht es in Unternehmen, damit Neues entsteht? </li><li>Was muss das Neue haben, damit es einen echten Mehrwert bietet und Verbreitung findet? </li><li>Was braucht jemand, um wirklich etwas zu bewegen und etwas Neues entstehen zu lassen? </li><li>Welche Rolle spielen die Unternehmerpers&ouml;nlichkeit, die zur Verf&uuml;gung stehenden Ressourcen, der Zugang zu neuen Technologien? </li><li>Welche Vorteile bietet die Kooperation in Innovationsprojekten? </li><li>Wie l&auml;sst sich der Innovationsprozess pragmatisch im Unternehmen gestalten?</li></ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://alexhannappel.com/wie-sie-ihre-mitarbeiter-zu-mehr-kreativitaet-und-ideen-anspornen/">Buzzword &#8222;Innovation&#8220;? Was wirklich dahinter steckt</a> erschien zuerst auf <a href="https://alexhannappel.com">Alex Hannappel</a>.</p>
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