ZIM-Förderung für Innovationen im Mittelstand einfach erklärt: Voraussetzungen, Höhe und Besonderheiten

Treibstoff für Ihre innovativen Ideen

555 Millionen Euro
für den innovativen Mittelstand“

(Peter Altmaier)

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) fördert kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Entwicklung innovativer Produkte mit umfangreichen Zuschüssen. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen auf einen Blick.

FuE-Fördermittel speziell Für
kleine und mittlere Unternehmen

FuE-Projekt in einem KMU

Neue technische Produkte zu entwickeln ist schwierig und zeitaufwändig. Viele KMU würden gerne neuartige Ideen realisieren, doch oft fehlen finanzielle und zeitliche Ressourcen. Das ZIM-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bietet Ihnen umfangreiche Fördermittel, um diese Engpässe zu überwinden.

Stellen Sie sich vor, welche hoch-innovativen Produkte Sie entwickeln könnten, wenn Sie bis zur Hälfte Ihrer Projektkosten durch einen staatlichen Zuschuss abdecken können. Zusätzlich können Sie eine Hochschule oder Forschungseinrichtung als externen Partner für Ihre Forschungs- und Entwicklungsprojekte (FuE) gewinnen – Cash, Kreativität und Know-How für Ihre Produktentwicklung.

1. Was ist ZIM?

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist das Flaggschiff für die Förderung von innovativen Vorhaben mittelständischer Unternehmen in Deutschland. Es steht technologie- und branchenunabhängig allen KMU zur Verfügung. Für Ihr nächstes Forschungs- und Entwicklungsprojekt bedeutet das einen Zuschuss von bis zu 55 % Ihrer Entwicklungskosten (siehe: Höhe der Förderung).

Dadurch können Sie die Kosten für Ihre Produktentwicklung erheblich senken und Innovationsrisiken minimieren. Das Gute dabei ist, die erhaltenen Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden – monetärer Treibstoff also für Ihre großartigen Ideen und zukünftigen Markterfolge.

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Innovations-Projekte werden pro Jahr gefördert
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%
der geförderten Unternehmen haben weniger als 50 Beschäftigte
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Fördermittel stehen allein in 2020 zur Verfügung
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Zuschüsse wurden seit 2015 bereits ausgezahlt

2. Ziele von ZIM

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) möchte mit ZIM vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu mehr Innovationstätigkeit ermutigen. Die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit sollen gestärkt und Arbeitsplätze nachhaltig geschaffen werden.

Mit ZIM sollen FuE-Ergebnisse zügig in marktwirksame Innovationen umgesetzt werden. Das Innovations- und Kooperationsmanagement von KMU soll verbessert werden.

Das seit vielen Jahren bewährte Fördermittel-Programm wurde im Januar 2020 mit Erscheinen der neuen Richtlinie neu aufgelegt und an vielen Stellen optimiert. Die Höhe der möglichen Zuschüsse wurde deutlich angehoben. Es gibt keine festen Einreichungstermine, Förderanträge können laufend gestellt werden.

3. Wer wird gefördert?

ZIM Einzelprojekt

Mittelständische Unternehmen folgender 3 Kategorien

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Beschäftigten
  • Mittelständische Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten
  • Mittelständische Unternehmen mit weniger als 1000 Beschäftigten, wenn diese mit mind. einem KMU in einem ZIM-Projekt kooperieren.

Nicht-wirtschaftlich tätige Forschungseinrichtungen

Als Kooperationspartner eines Unternehmens werden Forschungseinrichtungen innerhalb eines Innovations-Projekts zu 100 % gefördert.

ZIM Kooperationsnetzwerk

ZIM-Innovationsnetzwerke

Ein Innovationsnetzwerk besteht aus mindestens 6 KMU. Antrag und Förderung erfolgt über eine extern beauftragte Netzwerk-Managementeinrichtung oder eine am Netzwerk beteiligte Forschungseinrichtung.

4. Art der Förderung

Im Rahmen des ZIM-Programms werden Förderungen als nicht rückzahlbare Zuschüsse (Projektförderung) gewährt. Die Förderung ist nicht auf bestimmte Branchen, Technologien oder Themen beschränkt.

5. Welche ZIM-Projektarten gibt es?

Eine ZIM-Förderung lässt sich für alle Forschungs- und Entwicklungsprojekte beantragen, die die Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen zum Ziel haben. Dabei wird zwischen folgenden Projektarten unterschieden:

ZIM Einzelprojekt

Ein ZIM Einzelprojekt wird von einem mittelständischen Unternehmen alleine durchgeführt, also ohne weitere Kooperationspartner.

ZIM Kooperationsprojekt

Mittelständische Unternehmen können auch Kooperationsprojekte mit einem oder mehreren Unternehmen bzw. mit einer oder mehreren Forschungseinrichtungen durchführen.

Handelt es sich um eine nicht-wirtschaftliche Forschungseinrichtung (z.B. eine Hochschule), können Sie die Forschungsergebnisse in der Regel exklusiv vermarkten.

Sie kennen keine Forschungseinrichtung, die für Ihr FuE-Projekt geeignet wäre?
Wir vermitteln Ihnen gerne einen passenden Kontakt!

ZIM Innovationsnetzwerk

In einem Innovationsnetzwerk sind mindestens 6 KMU (Unternehmen bis 250 Beschäftigte) organisiert und arbeiten gemeinsam an einer größeren Entwicklungsidee. Daneben können weitere Projektpartner wie Forschungseinrichtungen, Hochschulinstitute oder größere Unternehmen beteiligt sein.

In einem Innovationsnetzwerk werden das Netzwerkmanagement und die FuE-Projekte innerhalb des Netzwerks gefördert.

Den Antrag für ein Innovationsnetzwerk stellen nicht die Unternehmen selbst, sondern eine von den beteiligten Unternehmen beauftragte externe Netzwerkmanagementeinrichtung oder eine am Netzwerk beteiligt Forschungseinrichtung. Das Netzwerkmanagement stellt nicht nur den Antrag, sondern ist auch Zuwendungsempfänger (indirekte Förderung der Unternehmen).

Bei FuE-Projekten im Rahmen eines Innovationsnetzwerks erhalten die beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Zuwendung direkt.

6. Wie hoch sind die Zuschüsse?

Höhe der ZIM Fördermittel

Die Höhe der ZIM-Förderung ist abhängig von der Unternehmensgröße, dem Ort des Firmensitzes und der Projektart. Mit der neuen Richtlinie (Januar 2020) werden junge Unternehmen besonders gefördert, so dass auch das Alter des Unternehmens eine Rolle spielen kann.

Basis für die Kalkulation der Zuschusshöhe bilden die sog. zuwendungsfähigen oder förderfähigen Kosten. Also die Kosten, die Ihrem Unternehmen im Rahmen des FuE-Projektes entstehen und gegenüber dem Fördergeber geltend gemacht werden können.

In ZIM Einzelprojekten können Unternehmen zuwendungsfähige Kosten in Höhe von bis zu 550.000 € ansetzen.

Für ein ZIM Kooperationsprojekt sind Projektkosten der beteiligten Unternehmen jeweils bis zu einer Höhe von 450.000 € zuwendungsfähig. Bei nicht-wirtschaftlich tätigen Forschungseinrichtungen sind es bis zu 220.000 €.

Bei Kooperationsprojekten lassen sich für das Gesamtprojekt bis zu 2,3 Mio. € als zuwendungsfähige Kosten ansetzen (= Summe der ansetzbaren Kosten aller FuE-Projektpartner).

Die Höhe der Förderung ergibt sich aus der Multiplikation der zuwendungsfähigen Kosten mit den jeweiligen Fördersätzen:

In einem ZIM Einzelprojekt sind bis zu 550.000 € ansetzbar

Fördersatz

Zuschuss
(bis zu)

Kleine Unternehmen (weniger als 50 Beschäftigte) in strukturschwachen Regionen

45 %

247.500 €

Kleine junge Unternehmen (weniger als 50 Beschäftigte und jünger als 10 Jahre)

45 %

247.500 €

Kleine Unternehmen (weniger als 50 Beschäftigte)

40 %

220.000 €

Mittlere Unternehmen (weniger als 250 Beschäftigte)

35 %

192.500 €

Mittelständische Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten

25 %

137.500 €

Mittelständische Unternehmen mit weniger als 1000 Beschäftigen bei Kooperation mit mind. 1 KMU

Die Forschungseinrichtungen werden im ZIM mit 100 % der zuwendungsfähigen Kosten gefördert. Damit profitiert Ihr Unternehmen doppelt: Denn neben Ihrer eigenen Förderung können Sie die Ergebnisse des Forschungspartners aus dem Vorhaben nach Ablauf des Projekts üblicherweise exklusiv vermarkten.

Wie hoch ist mein Zuschuss?

Die genaue Höhe Ihres möglichen Zuschusses erfahren Sie in unserem kostenfreien Erstgespräch

7. Berechnungsbeispiele ZIM-Förderung

Förderbeispiel Einzelprojekt

Ein mittelständisches Unternehmen aus Hessen ist auf physikalische Prüf- und Messgeräte spezialisiert. Das Unternehmen hat eine Entwicklungsidee für ein neuartiges Prüfgerät, das es so am Markt noch nicht gibt. Das eigenständige Unternehmen wurde 2001 gegründet und hat zum Zeitpunkt der Antragstellung 39 Mitarbeiter.

Berechnung des maximalen Zuschusses:

Das Unternehmen fällt in die Kategorie „Kleine Unternehmen“. Die Merkmale „junges Unternehmen“ und „strukturschwache Region“ kommen nicht zum Tragen.

Max. Zuschuss = Zuwendungsfähige Kosten x Fördersatz

= 550.000 € x 40 % = 220.000 €

Produktentwicklung mit ZIM Förderung

8. Welche zusätzlichen Fördermöglichkeiten bietet ZIM?

Vor einem ZIM-Projekt: Durchführbarkeitsstudien

Möchte ein Unternehmen noch nicht gleich mit einem FuE-Projekt in die Entwicklungsarbeit starten, kann die Förderung einer Durchführbarkeitsstudie beantragt werden.

Das können beispielsweise technische Vorprojekte, Vorstudien oder Tests zur Bewertung des Potenzials und der Erfolgsaussichten eines anstehenden FuE-Projektes sein. Auch die Ermittlung von notwendigen FuE-Arbeiten oder technisch-wissenschaftlichen Ressourcen sind hier förderfähig.

Nach einem ZIM-Projekt: Leistungen zur Markteinführung

In ZIM geförderten FuE-Projekten erfolgt eine Entwicklung von neuen Produkten oder Verfahren in der Regel bis zu einem prototypischen Reifegrad. Eine echte Innovation ist es jedoch erst dann, wenn das Ganze erfolgreich am Markt angekommen ist.

Daher werden zusätzlich verschiedene Maßnahmen zur Markteinführung erfolgreich abgeschlossener FuE-Projekte gefördert.

Gerne beraten wir Sie kostenfrei zu Ihren Fördermöglichkeiten.

9. Was ist neu in ZIM?

Im Januar 2020 wurde das ZIM-Förderprogramm neu aufgelegt und eine neue Richtlinie veröffentlicht. Das sind die wichtigsten Neuerungen:

  • Bessere und einfachere Zugangsbedingungen für junge Unternehmen und Kleinstunternehmen sowie Unternehmen, die zum ersten Mal eine ZIM-Förderung in Anspruch nehmen.
  • Erhöhung der zuwendungsfähigen Kosten und damit der Zuschusshöhe bei allen Fördermodulen, um größere Innovationsvorhaben zu ermöglichen
  • Kleine Unternehmen aus allen strukturschwachen Regionen in Deutschland profitieren nun von höheren Fördersätzen.
  • Öffnung von ZIM für mittelständische Unternehmen mit bis zu 1.000 Beschäftigten, wenn diese mit mind. einem KMU kooperieren
  • Bessere Leistungen zur Markeinführung

10. Vorteile von ZIM auf einen Blick

  • das größte und prominenteste Förderprogramm für den innovativen Mittelstand in Deutschland
  • Alleine im Jahr 2020 stehen 555 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung
  • branchen-, technologie- und themen-offen
  • keine Rückzahlung der Zuschüsse erforderlich
  • relativ unbürokratisch im laufenden Projekt
  • speziell auf die Förderung von KMU zugeschnitten
  • Mit KMU kooperierende Forschungseinrichtungen bekommen eine eigene 100 %-Förderung, wobei die Projektergebnisse exklusiv dem KMU zur Verfügung gestellt werden

    • neben der FuE-Projektförderung ergänzende Fördermöglichkeiten für Voruntersuchungen oder Markteinführung
  • Optimal, um marktnahe Entwicklungen voranzutreiben

11. Häufig gestellte Fragen zu ZIM (FAQ)

12. ZIM-Förderantrag

Der ZIM Förderantrag wird schriftlich beim zuständigen Projektträger eingereicht.
Er besteht aus folgenden Teilen:

  1. Antragsformulare mit verschiedenen Anlagen, Nachweisen und Erklärungen
  2. Detaillierte Vorhabensbeschreibung
  3. Markteinführungskonzept
  4. Bei ZIM Kooperationsprojekten zusätzlich der Entwurf einer Kooperationsvereinbarung

Im Prinzip kann jedes mittelständische Unternehmen selbst einen Antrag stellen. Allerdings ist der Zeitaufwand für die Antragstellung erheblich sowie mit größeren und kleineren Stolperfallen verbunden. Ohne entsprechende Erfahrungswerte kommt es daher häufig zu einer vermeidbaren Ablehnung der Anträge. Und einmal ablehnt, ist endgültig abgelehnt.

Hürden bei der Antragstellung in ZIM:

  • Für eine Förderung im ZIM muss der Projektgegenstand eine ausreichend hohe Innovationshöhe aufweisen, d.h. über dem aktuellen Stand der Technik liegen.
  • Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Fördermittel.
  • Die ZIM-Richtlinie ist umfangreich und nicht immer einfach zu verstehen. Vor allem für Personen, die noch nie einen Antrag selbst gestellt haben.
  • Es braucht viel Erfahrung, um vor oder während der Antragstellung keine Fehler zu machen, die zu einer Ablehnung führen.
  • Die Antragstellung ist sehr umfangreich und zeitaufwendig, so dass die meisten mittelständischen Unternehmen hier personell überfordert sind.
  • Häufig fehlt der Kontakt zu einem passenden Kooperationspartner für ein gemeinsames ZIM-Projekt.

Aktuelle Mitteilung zu ZIM vom 01.04.2020:

In der Ausschreibung für die Projektträgerschaft für ZIM haben sich die EURONORM GmbH für die ZIM-Einzelprojekte, die AiF Projekt GmbH für die ZIM-Kooperationsprojekte und die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH für die ZIM-Innovationsnetzwerke durchgesetzt.

Das BMWi und die Projektträger arbeiten bereits an Formularen und Informationsmaterial zur Förderung unter der neuen ZIM-Richtlinie. Anträge können zeitnah gestellt werden.

Dank Fördermittelberatung zum erfolgreichen ZIM-Antrag

Aufgrund der komplexen Antragstellung sollten Unternehmen Ihren Antrag auf Förderung nicht selbst erstellen. Nutzen Sie eine professionelle Fördermittelberatung für Ihr Projekt:

  • Unsere Beratung ist weitgehend provisionsbasiert, das heißt Ihr Kostenrisiko ist minimal.
  • Bevor für Ihr Unternehmen überhaupt Kosten entstehen, prüfen wir Ihre Erfolgschancen detailliert und gehen weit in Vorleistung.
  • Ihr eigener Arbeitsaufwand für die Antragstellung, das Projektcontrolling und das Berichtswesen während Ihres FuE-Projektes sind gering.

Wir verfügen über 10 Jahre Erfahrung in der Fördermittel-Beratung. Damit können wir Ihnen bereits im ersten Gespräch eine Einschätzung der Erfolgsaussichten für eine Förderung Ihres Vorhabens geben.

> Mehr über unsere Beratungsleistung

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